Corona Österreich News: Ermittlungen gegen vier Verdächtige nach Corona-Ausbruch in Ischgl

Nach Partys in Ischgl hat sich das Coronavirus in ganz Europa stärker verbreitet. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Jakob Gruber/dpaMassenhafte Ansteckungen mit dem Coronavirus auf Apres-Ski-Partys in Ischgl haben zu Beginn der Corona-Pandemie für eine Verbreitung des Virus in 45 Ländern gesorgt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen vier Verdächtige in dem Skiort in Österreich.
Corona Österreich: Ermittlungen nach Corona-Ausbruch bei Apres Ski in Ischgl
Nach dem massenhaften Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl zu Beginn der Pandemie ermittelt die österreichische Staatsanwaltschaft gegen vier Verdächtige. Nach Angaben der Ermittlungsbehörde werden sie verdächtigt, die Ausbreitung des Virus nicht gestoppt zu haben. Die Ermittler untersuchten, wie die Verkehrsbeschränkungen in dem Wintersportort und die Quarantäne im umgebenden Paznauntal im Detail umgesetzt worden seien, sagte Sprecher Hansjörg Mayr am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.
Corona Ischgl: Ermittlungen gegen Bürgermeister wegen fahrlässiger Gefährdung?
Zur Identität der Beschuldigten würden keine Angaben gemacht, betonte der Sprecher. Laut dem österreichischen Fernsehsender ORF handelt es sich um
Ischgls Bürgermeister Werner Kurz
Bezirkshauptmann Markus Maaß
und zwei Beamte.
Der Vorwurf lautet auf vorsätzliche oder fahrlässige Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten.
Corona-Hotspot in Österreich: Urlauber aus 45 Ländern steckten sich in Ischgl an
Der Tiroler Ski- und Party-Ort Ischgl war Ende Februar und Anfang März ein Hotspot für Corona-Infektionen. Tausende Urlauber aus 45 Ländern steckten sich mit dem Coronavirus an und verbreiteten es anschließend zu Hause weiter, darunter zahlreiche Touristen aus Deutschland.
Den österreichischen Behörden wird vorgeworfen, zu spät auf erste Anzeichen des Ausbruchs in dem beliebten Wintersportort reagiert und damit der Ausbreitung in ganz Europa und darüber hinaus Vorschub geleistet zu haben. Erste Musterklagen des österreichischen Verbraucherschutzvereins laufen bereits.

