Corona Mutation Alb-Donau-Kreis: Erste Fälle von Coronavirus-Varianten am St. Konradihaus in Schelklingen

Auch im Alb-Dona-Kreis ist eine Variante des Coronavirus angekommen.
Hendrik Schmidt / DPA- Bei dem Infizierten handelt es sich um einen Arbeiter aus dem osteuropäischen Raum.
- Der Betroffene wird zwischenzeitlich mit schwerer Symptomatik stationär behandelt.
- Er wohnt zusammen mit weiteren Arbeitern in einer Gemeinschaftsunterkunft auf dem Grundstück des St. Konradihauses in Schelklingen.
Komplettes Jugendwohnheim unter Quarantäne
Im Alb-Donau-Kreis ist vermutlich der erste Fall einer Coronavirus-Mutation aufgetaucht. Bei dem Infizierten handelt es sich laut Landratsamt um einen Arbeiter aus dem osteuropäischen Raum, der mit weiteren Personen in einer Gemeinschaftsunterkunft auf dem Grundstück des St. Konradihauses in Schelklingen wohnt. Um welche Virus-Variante es sich genau handelt, steht aktuell noch nicht fest.
Das Gesundheitsamt wurde umgehend informiert und steht in engem Kontakt mit der zuständigen Polizeibehörde. Diese hat umgehend Maßnahmen zur Eindämmung veranlasst und das Gelände des Konradihauses in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt noch am Mittwochabend mit einem Zaun abgeriegelt, um die Isolierung der potentiellen Kontaktpersonen zu gewährleisten.
Die Bewohner der Einrichtung befinden sich auf dem Gelände in Quarantäne. Auch ein im Jugendwohnheim lebender Jugendlicher wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Ob die beiden Fälle in einem Zusammenhang stehen und ob es sich ebenfalls um eine Coronavirus-Variante handelt, ist derzeit unklar. Der genaue Laborbefund steht noch aus. Das Gesundheitsamt hat für Donnerstag, 28.1.21, eine Reihentestung aller Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft, des Jugendwohnheims und der gesamten Mitarbeiterschaft veranlasst.
Zehn weitere positive Fälle bekannt
Das Gesundheitsamt arbeitet derzeit unter Hochdruck an der Nachverfolgung von Kontakten. Im Fokus steht vor allem das Arbeitsumfeld des an der Virus-Variante er-krankten Arbeiters. Er und eine Vielzahl von Arbeitskollegen waren auf einer großen Baustelle im Industriegebiet Ulm-Donautal tätig. In diesem Umfeld sind inzwischen zehn weitere positive Fälle bekannt – darunter auch ein Reiserückkehrer aus Großbritannien, der sich, nach heutigem Kenntnisstand nicht an die geltenden Quarantäneregeln gehalten hat. Ob es sich bei diesen Infektionen ebenfalls um Virus-Varianten handelt, ist noch nicht klar. Dies werden weitere Laboranalysen ergeben.
Die Bearbeitung dieses Ausbruchs gestaltet sich äußerst aufwändig: Es handelt sich um ein sehr komplexes Infektionsgeschehen an mehreren Standorten und einer hohen Zahl an Kontaktpersonen. Das Gesundheitsamt zudem zwei weitere Testbefunde, die Mutationen nachweisen. Die genaue Sachlage wird derzeit ermittelt.