Corona Zahlen Deutschland heute
: Neueste RKI-Fallzahlen: Neuinfektionen, Inzidenz und Co. am 28.1.2021 - Verzögerung bei der Meldung

Wie sind die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland laut RKI Dashboard heute? Die neuesten Fallzahlen und eine Karte zu Neuinfektionen, Inzidenz und Toten am Donnerstag, 28.1.2021.
Von
Leonie Maschke,
Uwe Keuerleber
Ulm
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Wie hoch sind die Corona-Fallzahlen in Deutschland heute? Am Donnerstag, 28.1.2021, gibt es zunächst Verzögerungen bei der Meldung der neuen Fallzahlen durch das RKI. (Symbolbild)

Robert Michael/DPA

Coronavirus-Mutationen breiten sich in Deutschland immer weiter aus

In Österreich umgehen Touristen Einreiseverbote

Am Morgen hatte es zunächst Verzögerung bei der Meldung der RKI-Zahlen gegeben

Wie sind Corona-Fallzahlen heute, am Donnerstag, 28.1.2021?

Corona-Zahlen Deutschland heute: Die Zahlen vom 28.1. - und der Vergleich zum Donnerstag der Vorwoche

Neuinfektionen: Das RKI hat am Donnerstagmorgen 17.553 neue Corona-Fälle in Deutschland von den Gesundheitsämtern übermittelt bekommen. Gestern waren 13.202 Neuinfektionen gemeldet worden und am Donnerstag der Vorwoche, 21.1.21, insgesamt 20.389 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

„Zeit Online“ berichtete bereits am Mittwochabend von 15.395 Neuinfektionen. Das RKI hatte gestern rund 13.000 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahlen von Zeit Online basieren nach eigenen Angaben auf den direkten Meldungen aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.

Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Infizierte: Insgesamt wurden, wie Zeit Online berichtet, seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.180.630 positive Fälle registriert. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.178.828 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 28.01., 0 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Tote: Das RKI hat am Donenrstag 900 neue Corona-Todesfälle in Deutschland binnen 24 Stunden gemeldet. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 54.913. Laut „Zeit“ lag dieser Wert deutschlandweit bei 55.374 Personen. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen binnen eines Tages war vom RKI am Donnerstag, 14.1., erreicht worden.

R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Der bundesweite 7-Tage-R-Wert lag laut dem RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

7-Tage-Inzidenz: Erstmals seit Ende Oktober liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 100. So wurden in Deutschland binnen einer Woche 98 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete. Damit hat sich die Zahl der innerhalb von 7 Tagen gemeldeten Neuinfektionen seit dem Höchststand kurz vor Weihnachten - die 7-Tage-Inzidenz lag am 22. Dezember bei 197,6 - in etwa halbiert. Das politische Ziel ist eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50.

Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Gestern war ein Wert von 101,0 gemeldet worden. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden.

Zeit Online nennt für den heutigen Donnerstag eine 7-Tage-Inzidenz von 108,0.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken. Dann gilt eine Region nicht mehr als Risikogebiet.

Die neuesten Corona-Zahlen weltweit und für Deutschland laut Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am Donnerstagmorgen (Stand 7.30 Uhr) weltweit 100,87 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher.

Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2,17 Millionen Menschen. Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:

USA: 25.598.061 Infizierte und 429.195 Tote.

Indien: 10.703.193 Infizierte und 153.847.

Brasilien: 8.996.876 Infizierte und 220.161 Tote.

Corona-Zahlen laut RKI Dashboard: Aktuelle Fallzahlen für Bundesländer und Landkreise

Das Robert Koch-Institut liefert während der Corona-Pandemie in seinem Dashboard täglich die neuen Fallzahlen - für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Hier geht es zum RKI-Dashboard. Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Ziel des Instituts: Die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten zu schützen und ihren Gesundheits­zu­stand zu verbessern. Ein Team aus 1100 Menschen, mit 90 verschiedenen Berufen, arbeitet und forscht jeden Tag gemein­sam daran.

An Tagen, an denen das Dashboard erreichbar ist, weist das RKI täglich die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland, die Bundesländer und die darunter liegenden Landkreise aus.

Screenshot; Quelle: RKI

Laut „Zeit“ gab es die meisten registrierten Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen. Dort wurden dem Bericht zufolge insgesamt 2856 neue Corona-Fälle übermittelt. Es folgen Bayern mit 2114 Neuinfektionen und Baden-Württemberg mit 1791 neuen Fällen. Bei den Städten sieht das Ranking demnach wie folgt aus: Berlin mit insgesamt 980 vor Hamburg mit 411 und die Region Hannover mit 213 Positiv-Tests. In nur 11 Kreisen gab es der „Zeit“ zufolge am Mittwoch keine neuen Infizierten.

Corona-Zahlen für Deutschland heute: Keine Daten vom RKI am Morgen

Die Corona-Zahlen für Donnerstag, 28.1.2021, kamen mit deutlicher Verzögerung. Am Morgen war das Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI) bis nach 9 Uhr nicht erreichbar gewesen. Die Seite war lediglich grau - und wies die Fehlermeldung aus: „Die Daten werden derzeit aktualisiert. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.“

Auch die Nachrichtenagentur DPA hatte am Morgen gemeldet: „Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den neuen Corona-Infektionen liegen noch nicht vor. Das Dashboard des RKI wird derzeit aktualisiert. Sie erhalten eine Meldung, sobald der aktuelle Stand vorliegt.“

Auch im Lauf des Vormittags war das Dashboard schließlich wieder online. Gegen kurz vor 11 Uhr waren die Zahlen aus Städten und Landkreisen wieder abrufbar und der Fehlerhinweis verschwunden.

Das RKI-Dashboard zeigte am Donnerstagvormittag keine Zahlen der Städte und Landkreise.

Screenshot RKI Dashboard

Inzidenz erstmals seit Oktober unter 100

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland liegt erstmals seit drei Monaten wieder unter der Marke von 100. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sank der Wert am Donnerstag auf 98. Zuletzt hatte die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums - am 29. Oktober unter 100 gelegen. Ziel der Politik bleibt weiterhin eine Inzidenz von 50. Ab diesem Wert seien Infektionsketten wieder nachverfolgbar.

Inzidenz in Thüringen weiter hoch

Die Inzidenz in Thüringen ist weiter die höchste aller Bundesländer. Mit 174,1 Infektionen pro 100.000 Einwohner über sieben Tage führt es die Liste an. Aber auch in Sachsen-Anhalt ist die Situation mit einer Inzidenz von 174,0 kritisch. Bremen hat mit 72,8 die niedrigste Inzidenz aller Bundesländer. Niedersachsen mit 76,4 hat einen nur unwesentlich höheren Wert.

Thüringen leuchtet rot auf dem RKI-Dashboard.

Screenshot Dashboard RKI

Öffnung der Grundschulen und Kitas in Baden-Württemberg? Pressekonferenz wird abgesagt

Am Mittwoche wollten sich der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) zu einem möglichen Öffnung von Grundschulen und Kitas ab Februar äußern. Doch die Entscheidung dazu wurde erneut vertagt, nachdem weitere Virus-Mutationen im Südwesten nachgewiesen wurden, unter anderem bei zwei Kinder in einem Kindergarten in Freiburg.

Eisenmann hat betont, dass sie in der Frage der Schulschließung während der Corona-Krise nicht auf einer Linie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt.

Wie gefährlich sind die Corona-Mutationen?

Dass Viren ihr Erbgut verändern, also mutieren, ist normal. Nicht immer geht das mit Vorteilen für den Erreger einher. Derzeit stehen insbesondere Varianten im Fokus, die zunächst in Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B.1.351) nachgewiesen wurden: Sie gelten als ansteckender im Vergleich zu früheren Formen. Auch für eine in Brasilien zirkulierende Variante wird das befürchtet. In Neu-Ulm und Weißenhorn ist die ausgerottet geglaubte Coronavirus-Mutation aus Dänemark aufgetaucht – auch an anderen Orten in der Region gibt es erste Fälle.

Da die Suche nach Varianten hierzulande erst kürzlich ausgeweitet wurde, wird erst in einigen Wochen mit belastbareren Daten zum Vorkommen in Deutschland gerechnet. Bis Montag waren gut 70 Nachweise der Varianten aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien beim RKI gemeldet. Allerdings gibt es hier Meldeverzögerungen.

Die Kennzahlen der Corona-Pandemie: Was sind Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co.?

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.

Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.

In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.

Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.

Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.

Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.