Corona Zahlen Deutschland heute: Die aktuellen Fallzahlen: Neuinfektionen und Inzidenz laut RKI-Dashboard am 18.1.21

Das Robert-Koch-Institut hat am Montag, 18.1.21, die aktuellen Corona-Fallzahlen für Deutschland bekanntgegeben.
dpaAm Dienstag, 19.1., treffen sich Bund und Länder zu einem erneuten Corona-Gipfel
Laut RKI scheinen sich die Fallzahlen langsam zu stabilisieren
Mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland sind bereits geimpft
Wie haben sich die aktuellen Fallzahlen in Deutschland, am Montag, 18.1.21, entwickelt?
Am Dienstag, 19. Januar 2021, beraten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Vertreter der Bundesländer zum künftigen Vorgehen in der Corona-Pandemie.
Ganz langsam entwickeln die Corona-Fallzahlen in Deutschland eine positive Tendenz - und sinken leicht. In den vergangenen Tagen lagen die Werte immer unter denen der Vorwoche. Wie ist die aktuelle Lage? Hier die aktuellen Daten:
Corona-Zahlen in Deutschland heute: RKI meldet Neuinfektionen, Tote und Inzidenz am 18.1.2021
Neuinfektionen: Wie das RKI berichtet, wurden binnen 24 Stunden mindestens 7141 neu infizierte Menschen mit dem Coronavirus in Deutschland registriert. Zum Vergleich: Gestern wurden 13.882 Neuinfektionen gemeldet, am Montag vor einer Woche, 11.1.21, waren 12.497 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert worden.
Am Wochenende und an Montagen fallen die Zahlen in der Regeln niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen an das RKI melden und auch weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden.
„Zeit Online“ berichtet, dass es aktuell 11.769 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
Infektionen der letzten sieben Tage: Nach Angaben von „Zeit Online“ haben sich in den letzten sieben Tagen 121.242 Menschen mit dem Virus angesteckt.
Infizierte: Insgesamt wurden, wie das RKI berichtet, seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.040.659 positive Fälle registriert.
Tote: Die Gesamtzahl der Menschen, die mit oder an einer Corona-Infektion gestorben sind, beträgt heute deutschlandweit 46.633 Personen. Es sind 214 Tote mehr als am Tag zuvor. „Zeit Online“ zufolge gab es 318 neue Todesfälle zu verzeichnen. Der bisherige Höchstwert wurde am Freitag, 8. Januar 2021, mit 1188 Fällen innerhalb von 24 Stunden registriert.
R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Dieser Wert wurde am Montag mit 0,93 angegeben. Am Sonntag lag er bei 0,95. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz ist weiter deutschlandweit sehr hoch. Der Wert beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und liegt aktuell bei 134,4. Gestern war ein Wert von 136 gemeldet worden. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden.
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.
Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 274,2 und Sachsen mit 244,9. Den niedrigsten Wert haben Bremen (86,6) und Schleswig-Holstein (88,7) gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 98.
Neue Coronavirus-Mutation in Garmisch in Bayern
Unterdessen wurde in Garmisch-Partenkirchen eine mutmaßliche neue Mutation des Coronavirus entdeckt, mehr als 70 Menschen im Klinikum Garmisch sind infiziert. Jetzt soll untersucht werden, ob die Virus-Variante in Bayern gefährlich oder harmlos ist:
Gemeldete RKI-Zahlen offenbar unvollständig - Doch mehr Infizierte?
Hat das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag, 18.1.2021, unvollständige Zahlen gemeldet? Laut einer Sprecherin des Instituts werden die Angaben derzeit überprüft. Demnach könnten die in der Nacht auf dem Dashboard des RKI veröffentlichten Infektionszahlen zu gering angegeben worden sein.
Das sind die Corona-Zahlen weltweit laut Johns-Hopkins-Universität
Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am Montagmorgen (Stand 6 Uhr) weltweit
Rund 95.037.610 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher.
Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2.030.668 Millionen Menschen. Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
USA: 23.932.551 Infizierte und 397.561 Tote
Indien: 10.571.773 Infizierte und 152.419 Tote
Brasilien: 8.488.099 Infizierte und 209.847 Toten
Deutschland folgt auf dem 10. Rang mit laut JHU 2.050.129 bisher Infizierten und 46.781 Toten
Corona-Zahlen laut RKI Dashboard: Aktuelle Fallzahlen für Bundesländer und Landkreise
Das RKI liefert während der Corona-Pandemie in seinem Dashboard täglich die neuen Fallzahlen - für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Hier geht es zum RKI-Dashboard. Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Ziel des Instituts: Die Bevölkerung in Deutschland vor Krankheiten zu schützen und ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Ein Team aus 1100 Menschen, mit 90 verschiedenen Berufen, arbeitet und forscht jeden Tag gemeinsam daran.

Auf dem Dashbaord des RKI können die Werte für die Bundesländer und einzelnen Kreise nachgelesen werden.
RKI ScreenshotCorona-Gipfel mit Merkel am 19.1.2021
Die nach wie vor hohen Fallzahlen sowie die Angst vor der Verbreitung von Corona-Mutationen sind die Hauptgründe, warum der nächste Corona-Gipfel von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten vorgezogen wird. War zunächst für ein weiteres virtuelles Treffen der 25. Januar geplant, findet es jetzt bereits eine Woche früher - am Dienstag, 19. Januar - statt.
Die Zeit drängt: Die in Großbritannien aufgetauchte Variante des Coronavirus verbreite sich viel schneller als die ursprüngliche Form, Wissenschaftler sind in großer Sorge. Die Mutation des Virus ist offenbar sehr aggressiv, deren Verbreitung müsse verlangsamt werden. Man müsse jetzt handeln, wird Bundeskanzlerin Angela Merkel von der Deutschen-Presse-Agentur zitiert.
Erste Lockdown-Erfolge sichtbar - Spahn mahnt zur Vorsicht
Aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deuten die Corona-Infektionszahlen eine erste Entspannung an. „Wir haben jetzt erste Erfolge, die sichtbar scheinen in der Statistik, in der Entwicklung, bei den Infektionszahlen„, sagte Spahn am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Die Intensivstationen seien um 10, 15 Prozent leerer geworden. „Aber wir sind lange noch nicht da, wo wir hinwollen, wo wir hin müssen, um es dauerhaft zu kontrollieren, damit es nicht gleich wieder hochflammt.“
Patientenschützer für einheitlichen Corona-Schutz für Pflegeheime
Mit Blick auf die Corona-Beratungen von Bund und Ländern dringen Patientenschützer auf bundesweit einheitliche Schutzmaßnahmen in der Altenpflege. „Allein eine Verschärfung des Shutdowns wird nicht viel bringen“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Die 12.000 Pflegeheime müssten auch nicht komplett abgeriegelt werden, um die Hochrisikogruppe effizient zu schützen.
Brysch sprach aber von einem „Pandemie-Versagen“ in der Altenpflege. „Die vielen Infektionen führen zu täglich hohen Todesraten besonders unter den 900.000 Pflegeheimbewohnern.“ Dafür sei auch mangelnde Hygiene verantwortlich. Die Gesundheitsämter hätten in der Pandemie die wichtigen externen Kontrollen weitestgehend eingestellt. Es fehlten verpflichtende Tests vor jedem Dienstbeginn und Besuch.
„Auch ist das Konzept gescheitert, infizierte Patienten in den Einrichtungen weiter zu betreuen. Doch immer weniger Heimbewohner werden in den Krankenhäusern versorgt.“ Das Durchschnittsalter der Covid-19-Patienten sinke in den Kliniken auffällig deutlich.
Die Kennzahlen der Corona-Pandemie erklärt: Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz
Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.
Reproduktionszahl (R-Wert)
Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.
Neuinfektionen
Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.
Siebentage-Inzidenz
Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.
Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung
Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.


