DDR: Rückblick auf Tanken und Spritpreise in der Volksrepublik – erinnern Sie sich?

Mehrere Fahrzeuge des Modells „Trabant 601“ stehen auf dem 21. Ostmobil-Meeting im Elbauenpark. Welche Anbieter und Preise für Benzin und Diesel gab es in der DDR?
Peter Gercke/dpa- In der DDR war "Minol" für die Kraftstoffversorgung zuständig.
- Benzin kostete bis Mitte der 60er Jahre 1,40 Mark pro Liter, später 1,65 Mark für Super und 1,50 Mark für Normalbenzin.
- Diesel kostete 1,40 Mark pro Liter.
- Die Energieversorgung basierte ursprünglich auf Kohlevergasung, ab 1967 auf erdölbasierte Kraftstoffe.
- Der Pro-Kopf-Verbrauch von Benzin und Diesel war in der DDR niedriger als in der BRD.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Welche Marke prägte die Benzin- und Dieselversorgung in der DDR, wie viel Benzin und Diesel wurde im Land produziert und zu welchem Preis? Ein Rückblick.
Übersicht:
- Kraftstoffanbieter
- Preise
- Produktion
Benzin und Dieselanbieter in der DDR
Für die Sowjetische Besatzungszone war die Marke „Minol“ für die Versorgung mit Kraftstoffen und Mineralölen zuständig. Diese wurde im Jahr 1949 gegründet. Der Name des Unternehmens setzt sich aus den Anfangsbuchstaben von Mineral und Oleum (lateinisch für Öl) zusammen. Im Jahr 1956 wurde VEB (Volkseigener Betrieb) Kombinat Minol gegründet, berichtet das DDR-Museum.
Benzinpreise in der DDR
Bis Mitte der 60er Jahre kostete ein Liter Benzin 1,40 Mark, was für den privaten Verbraucher sehr teuer war. Volkseigene Betriebe zahlten die Hälfte. Die Kraftstoffproduktion deckte den Eigenbedarf vollständig. Später sind die Preise gestiegen. Ein Liter Benzin kostete 1,65 Mark (96 Oktan; Super) und 1,50 Mark (88 Oktan; Normalbenzin). Gewerbliche Abnehmer zahlten für Normalbenzin 0,80 Mark. Der Preis für Diesel liegt bei 1,40 Mark, wie auf kommunismusgeschichte.de zu lesen ist. Die Angaben der Webseite basieren sich auf den Büchern: „DDR Handbuch“ und „Ein Taschen- und Nachschlagebuch über den anderen Teil Deutschlands“.
Produktion von Benzin und Diesel in der DDR
Ursprünglich basierte die Energieversorgung des Landes überwiegend auf der Kohlevergasung. Doch mit der Inbetriebnahme des Erdölverarbeitungswerks in Schwedt 1967 begann eine schrittweise Umstellung auf erdölbasierte Kraftstoffe, die in den folgenden Jahren die wirtschaftlichen und industriellen Strukturen der DDR maßgeblich prägte, so kommunismusgeschichte.de.
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In den 1980er Jahren wurde in der DDR die Kohlevergasung, wenn auch in geringem Umfang, wieder aufgenommen. Die Produktion hatte sich seit 1960 vervierfacht, doch 1981 ging die Dieselproduktion erstmals zurück. Der Bedarf an Treibstoffen wurde weiterhin vollständig im Inland gedeckt, der Export setzte sich fort. Trotz des weltweiten Anstiegs der Rohölpreise in den 1970er Jahren blieben die Benzinpreise in der DDR stabil, informiert die Webseite weiter.
Im Vergleich zur Bundesrepublik ist das Verbrauchsniveau in der DDR bei Benzin allerdings noch relativ niedrig, bei Dieselkraftstoff hat bereits eine weitgehende Angleichung stattgefunden. In den Jahren 1972 bis 1982 zeigt sich ein deutlicher Unterschied im Pro-Kopf-Verbrauch von Benzin und Diesel zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Im Jahr 1972 betrug der Pro-Kopf-Verbrauch in der DDR 0,11 Tonnen Benzin und 0,17 Tonnen Diesel. Im Vergleich dazu waren die Werte in der Bundesrepublik mit 0,29 Tonnen Benzin und 0,19 Tonnen Diesel pro Kopf deutlich höher, so kommunismusgeschichte.de.
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Vier Jahre später, 1976, stieg der Verbrauch in der DDR auf 0,15 Tonnen Benzin und 0,22 Tonnen Diesel pro Kopf. Auch in der Bundesrepublik stieg der Benzinverbrauch auf 0,33 Tonnen pro Kopf, während der Dieselverbrauch leicht auf 0,18 Tonnen zurückging. Dieser Trend setzte sich bis 1982 fort, als der Pro-Kopf-Verbrauch in der DDR auf 0,19 Tonnen Benzin und 0,32 Tonnen Diesel stieg. In der Bundesrepublik wurden im gleichen Jahr 0,37 Tonnen Benzin und 0,22 Tonnen Diesel pro Kopf verbraucht. Ihren Kraftstoffbedarf kann die DDR aus der inländischen Produktion voll decken, ist auf der Webseite kommunismusgeschichte.de zu finden.
