Die Küchenschlacht im ZDF
: Ist Johann Lafer krank?

Wer Johann Lafer in dieser Woche als Moderator der ZDF-Sendung „Die Küchenschlacht“ sieht, dürfte zunächst eine deutliche Veränderung bemerken.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Von links: Kandidaten Malte Multusch, Megan Kohnen, Dariusz Wieczorek, Moderator Johann Lafer, Kandidaten Maja Kunz, Jens Wienand und Ute Maria Zankl

Von links: Kandidaten Malte Multusch, Megan Kohnen, Dariusz Wieczorek, Moderator Johann Lafer, Kandidaten Maja Kunz, Jens Wienand und Ute Maria Zankl

ZDF und Gunnar Nicolaus

Der bekannte Fernsehkoch zeigt sich ohne Haare und mit Mütze, auch sein markanter Schnauzbart ist verschwunden. Dahinter steckt tatsächlich eine schwere Erkrankung, über die Lafer inzwischen selbst offen gesprochen hat: Der 68-Jährige ist an Lymphdrüsenkrebs erkrankt und wurde mit einer intensiven Chemotherapie behandelt.

Bereits Ende Mai 2026 hatte Johann Lafer seine Erkrankung öffentlich gemacht. Zuvor hatten Zuschauer nach einem Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“ über sein verändertes Aussehen spekuliert. Lafer erklärte daraufhin auf seinem Instagram-Account, bei ihm sei ein „indolentes, also niedrig-malignes und nicht aggressives Non-Hodgkin-Lymphom“ festgestellt worden. Dabei handelt es sich um eine Form von Lymphdrüsenkrebs, die vergleichsweise langsam wachsen kann.

Johann Lafer bekam die Krebsdiagnose bereits vor Jahren

Die Diagnose ist nicht erst wenige Wochen alt. Nach Lafers eigenen Angaben wurde die Erkrankung bereits rund zweieinhalb Jahre vor seiner öffentlichen Bekanntgabe entdeckt. Bei einer Routineuntersuchung waren Auffälligkeiten festgestellt worden. Zu diesem Zeitpunkt habe er keine Schmerzen gehabt. Später bestätigte sich, dass Lymphknoten betroffen waren.

Anfang 2026 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand allerdings deutlich. Lafer berichtete von geschwollenen Körperstellen, nächtlichen Schweißausbrüchen und Schlafproblemen. Daraufhin begann eine Chemotherapie. Die einzelnen Behandlungen seien äußerst belastend gewesen und hätten ihn körperlich stark gefordert.

Auch die Veränderungen, die Zuschauer nun im Fernsehen wahrnehmen, stehen im Zusammenhang mit dieser Behandlung. Medien berichteten unter anderem über Haarausfall und starken Gewichtsverlust infolge der Chemotherapie. Lafer selbst sprach besonders offen über andere Nebenwirkungen: Er verlor zeitweise seinen Geschmackssinn, hatte Schwierigkeiten beim Essen und Probleme mit offenen Stellen an den Fingern. Für einen Koch, dessen Beruf unmittelbar mit Geschmack und Essen verbunden ist, sei das besonders schwer gewesen.

Warum Johann Lafer seine Krankheit öffentlich machte

Lange Zeit hatte Lafer versucht, seine Erkrankung weitgehend aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Im Podcast „Rolling Pin Talks“ erklärte er später, dass ihm die ständigen Ausreden für abgesagte Termine zunehmend schwergefallen seien. Nach den Spekulationen über sein Aussehen entschied er sich schließlich gemeinsam mit seiner Familie dazu, offen über den Krebs zu sprechen. Die Entscheidung habe ihn letztlich befreit.

Gleichzeitig machte Lafer deutlich, dass er wegen seiner Erkrankung kein Mitleid möchte. Trotz der schwierigen Behandlung versucht er, weiterhin zu arbeiten und ausgewählte öffentliche Termine wahrzunehmen. Kochen, Kollegen und Begegnungen mit anderen Menschen würden ihm Kraft und Zuversicht geben, erklärte er bereits in seinem ersten öffentlichen Statement.

Wie geht es Johann Lafer heute?

Zuletzt gab es von Lafer vorsichtig positive Nachrichten. In einem Mitte August veröffentlichten Gesundheitsupdate berichtete das ZDF nach einem Auftritt des Fernsehkochs, dass es ihm nach der intensiven Chemotherapie deutlich besser gehe. Lafer selbst bezeichnete seinen aktuellen Zustand als einen „sehr guten Weg“.

Schon zuvor hatte er auf Instagram erklärt: „Ich befinde mich weiterhin auf einem guten Weg der Genesung.“ Seine behandelnden Ärzte würden den Verlauf der Therapie sehr positiv bewerten, schrieb Lafer. Gleichzeitig bat er darum, von weiteren Spekulationen über seinen Gesundheitszustand abzusehen.

Dass Johann Lafer nun wieder bei der „Küchenschlacht“ vor der Kamera steht, passt zu dem, was er selbst in den vergangenen Monaten immer wieder betont hat: Er möchte trotz seiner Erkrankung möglichst weiterarbeiten und am öffentlichen Leben teilnehmen.