Erdbeben in Deutschland: Die Erde bebt erschreckend oft – auch in Brandenburg

Erdbeben in Deutschland: Die Erde bebt fast täglich! Auch Brandenburg ist betroffen. Wie viele Erdbeben es bei uns gibt und in welchen Regionen die Gefahr am höchsten ist. (Symbolbild)
Oliver Berg/dpaErdbeben sind auch in Deutschland nicht so ungewöhnlich, wie man zunächst vermutet. Die Erde bebt fast täglich, sogar auch in Brandenburg. Wie viele Erdbeben es in Deutschland gibt und wo die Gefahr am höchsten ist.
In den vergangenen Wochen gab es in Griechenland und der Türkei vermehrt Erdbeben, die die Menschen in Atem hielten. Aber auch in Deutschland bebt häufiger die Erde, man bekommt es nur nicht immer mit.
Wie oft gibt es in Deutschland Erdbeben?
Laut volcanodiscovery.com gibt es im Durchschnitt 4600 Erdbeben pro Jahr hierzulande. Hätten Sie das gedacht? Allerdings sind die meisten davon nicht spürbar und werden nur von technischen Messgeräten erfasst.
Seit 1970 wurden jedoch mindestens 8 Erdbeben der Stärke 5 oder höher in Deutschland verzeichnet. Erdbeben in dieser Stärke sind deutlich spürbar und können zu Schäden an Gebäuden und Straßen führen.
Beim Beben in Brandenburg wackeln die Wände
Das letzte stärkste Erdbeben in Deutschland gab es im Juni 2024 im Kreis Lörrach. Mit einer Magnitude von 4,2 war es das stärkste Erdbeben in Baden-Württemberg seit 2009. Es war im ganzen Bundesland und sogar in der Schweiz spürbar.
In Brandenburg wackelten die Wände am 18. Oktober 2024 bei einer Magnitude von 3,2. Auch wenn diese Region nicht unbedingt sehr erdbebengefährdet ist, besteht hier sichtlich trotzdem ein Risiko.
2025 bebte die Erde in Deutschland ebenfalls bereits spürbar einige Male, so unter anderem in der Region zwischen Dresden und Pirna am 01.02.2025 bei einer Stärke von 2,6 sowie am 01.04.2025 nahe Oldenburg mit einer Stärke von 3,4.
Welche Regionen in Deutschland sind von Erdbeben besonders betroffen?
Die Wahrscheinlichkeit eines Erdbebens variiert von Region zu Region. Laut erdbebennews.de kommt es in Deutschland vor allem im Westen und Südwesten des Landes sowie am Alpenrand und zwischen Leipzig und dem Fichtelgebirge zu Erdbeben.
Besonders häufig betroffen sind beispielsweise die Kölner Bucht, der Süden von Tübingen, auf der Schwäbischen Alb bei Albstadt, der südliche Rheingraben sowie die Umgebung von Gera
1992 sorgte ein starkes Erdbeben für erhebliche Zerstörungen im Rheinland. Das Beben brachte es auf eine Stärke von 5,9 auf der Richterskala.

Die Karte der Erdbebenzonen gibt Auskunft, wo in Deutschland Beben zu erwarten sind. Dargestellt sind die Flächenbereiche der Erdbebenzonen 0 bis 3, die auch den Gefährdungsgraden entsprechen. Die Zone 3 steht dabei für die Regionen mit der größten Erdbebengefährdung.
BBKAuf erdbebennews.de findet man alle verzeichneten Erdbeben in Deutschland, aktuell und der vergangenen Jahre.