Fast 5 Meter lang
: Riesenhai an Ostsee-Küste gefunden

Ein 4,7 Meter langer Riesenhai ist vor der dänischen Küste tot gefunden worden – warum das rund 500 Kilogramm schwere Tier verendete, ist bislang unklar.
Von
Katrin Jokic
Berlin/ Ålbæk
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Der Hai wurde tot in der Nähe von Ålbæk aufgefunden.

Der Hai wurde tot in der Nähe von Ålbæk aufgefunden.

Nordsøen Oceanarium

Ein ungewöhnlicher Hai-Fund in Dänemark sorgt für großes Interesse: Bei Ålbæk im Norden Jütlands ist ein 4,7 Meter langer Riesenhai tot gefunden worden. Das Tier war bereits wenige Tage zuvor vor der Küste beobachtet worden. Nun haben Fachleute den Hai untersucht – doch die genaue Todesursache ist weiterhin ungeklärt.

Nach Angaben des Nordsøen Oceanarium wird das Gewicht des Tieres auf rund 500 Kilogramm geschätzt. Der Riesenhai dürfte etwa 10 bis 15 Jahre alt gewesen sein.

Hai zunächst lebend vor Ålbæk gesichtet

Der Riesenhai war am Donnerstag, 6. August, vor Ålbæk beobachtet worden und hatte dort für einiges Aufsehen gesorgt. Am Samstag, 8. August, wurde das Tier schließlich tot im Meer gefunden – etwa einen Kilometer nördlich des Hafens von Ålbæk.

Experten des Nordsøen Oceanarium holten den Kadaver anschließend an Land, um ihn gemeinsam mit Wissenschaftlern des dänischen Naturhistorischen Museums genauer zu untersuchen.

Bei einer öffentlich begleiteten Sektion wurden zahlreiche Proben genommen. Eine eindeutige Erklärung dafür, warum der Hai gestorben ist, konnten die Fachleute zunächst jedoch nicht finden.

Die Proben seien zur weiteren Analyse weitergegeben worden. Bis Ergebnisse vorliegen, könne es dauern.

Riesenhai mit 4,7 Metern noch vergleichsweise jung

Die bisherigen Untersuchungen liefern einige Eckdaten zu dem außergewöhnlichen Fund:

  • Länge: 4,7 Meter
  • Gewicht: etwa 500 Kilogramm
  • Alter: schätzungsweise 10 bis 15 Jahre
  • Todesursache: bislang unbekannt

Trotz seiner beeindruckenden Größe war das Tier noch deutlich kleiner als ausgewachsene Exemplare seiner Art.

Der Riesenhai (Cetorhinus maximus) gilt nach dem Walhai als zweitgrößte heute lebende Haiart der Welt. Die Tiere können acht bis zehn Meter lang werden und wirken wegen ihrer enormen Körpergröße und ihres weit geöffneten Mauls zunächst bedrohlich.

Für Menschen sind Riesenhaie jedoch grundsätzlich ungefährlich. Sie ernähren sich nicht von großen Beutetieren, sondern schwimmen mit geöffnetem Maul durch das Wasser und filtern dabei Plankton und andere kleine Organismen heraus.

Toter Hai soll der Forschung dienen

Der Fund ist für Wissenschaftler besonders wertvoll. Proben und weiteres biologisches Material des Riesenhais sollen für zukünftige Forschungsprojekte erhalten bleiben.

Das Material wird in die wissenschaftliche Fischsammlung des dänischen Naturhistorischen Museums aufgenommen. Dort können Gewebeproben und andere Teile des Tieres langfristig aufbewahrt und Forschern zur Verfügung gestellt werden.

Kristina Ydesen, Chefbiologin des Nordsøen Oceanarium, betont, dass die Untersuchung eines solchen Tieres wichtige Erkenntnisse liefern könne. Wenn ein Riesenhai sterbe, sei es sinnvoll, möglichst viele Proben zu sichern, um mehr über die Art und ihr Leben in den dänischen Gewässern zu erfahren.

Riesenhaie auch in dänischen Gewässern

Riesenhaie werden in den Gewässern rund um Dänemark gelegentlich beobachtet, gehören dort aber nicht zu den alltäglichen Sichtungen. Entsprechend groß war das Interesse an dem Tier bei Ålbæk.

Die Fachleute hoffen nun, dass die Laboruntersuchungen noch Hinweise auf die Todesursache liefern. Bis dahin bleibt ungeklärt, warum der erst etwa 10 bis 15 Jahre alte Riesenhai vor der dänischen Küste verendet ist.