Flutkatastrophe im Himalaya
: Sturzflut im Himalaya: Zahl der Toten steigt auf über 1.270

Nach der Sturzflut in Nepal und Tibet steigen die Opferzahlen weiter. Tausende Menschen gelten noch als vermisst, darunter auch Ausländer. Das ganze Ausmaß der Katastrophe bleibt unklar.
Von
dpa
Kathmandu/Gyirong
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Menschen im Katastrophengebiet in Nepal warten darauf, in eine provisorische Seilbahn besteigen zu können.

Rajesh Kumar Singh/AP/dpa
  • Sturzflut im Himalaya: über 1.270 Tote in Nepal und Tibet gemeldet.
  • In Nepal starben 1.252 Menschen, in Tibet stieg die Zahl auf 21.
  • Tausende gelten als vermisst, in Nepal 4.875, darunter 601 Ausländer.
  • Auswärtiges Amt: hohe einstellige Zahl vermisster Deutscher in beiden Ländern.
  • Ursache ist ein Abbruch von Eis und Fels – ganze Dörfer wurden zerstört.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Acht Tage nach der verheerenden Sturzflut aus den Gletschergebieten des Himalaya hat sich die Zahl der Todesopfer in Nepal und Tibet auf mehr als 1.270 erhöht. Allein in Nepal erreichte die Zahl der Toten nach Angaben der dortigen Polizei 1.252. In Tibet stieg die Zahl von 16 auf 21, teilten die Behörden am Mittwochabend (Ortszeit) mit.

Tausende von Vermissten

Die Zahl der Vermissten geht in die Tausende. In Nepal wurde die Zahl bis zum Donnerstagmorgen mit 4.875 beziffert, einschließlich 601 Ausländer. In Tibet gaben die Behörden die entsprechende Zahl mit 541 an. Zu den vermissten Ausländern gab es keine neuen Informationen.

Das Auswärtige Amt geht derzeit von einer hohen einstelligen Zahl vermisster Deutscher in beiden Ländern aus, wie es aus Berlin auf Anfrage hieß.

Ein Mann wird im Katastrophengebiet in Nepal von einem Polizisten auf dem Rücken getragen.

Rajesh Kumar Singh/AP/dpa

Eis- und Steinlawine

Das ganze Ausmaß der Katastrophe war weiterhin unklar. Als Auslöser der Sturzflut gilt ein Abbruch großer Mengen an Gletschereis und Felsgestein im Himalaya. Ein Zufahrtsweg zu dem schwer getroffenen Grenzpunkt Gyirong in der Autonomen Region Tibet ist mittlerweile passierbar, so dass Hilfslieferungen besser in das Katastrophengebiet gelangen können. Die Behörden beobachten weiter die Pegelstände in den Flüssen in der Region.

Der Großteil der Leichen in Nepal konnte bisher nicht identifiziert werden. Oft werden nach Behördenangaben nur Leichenteile geborgen. Die Sturzflut riss ganze Dörfer mit. Die Schäden gehen in die Milliarden.