Schaltjahr 2024: Darum gibt es den 29. Februar

Wer am 29. Februar Geburtstag hat, kann nur in Schaltjahren am richtigen Tag feiern. 2024 ist so ein Jahr. Wir suchen die schönsten Schaltjahr-Geburtstagsgeschichten.
Lukas Schulze/dpaAm 29. Februar können in Berlin und Brandenburg viele Geburtstagskinder endlich wieder am richtigen Tag feiern, denn 2024 ist ein Schaltjahr und der Februar dementsprechend einen Tag länger.
- So viele Menschen in Berlin betrifft der Geburtstag am 29. Februar 2024.
- Sind Sie ein „Schaltjahr-Geburtstagskind“? Schicken Sie uns Ihre Geschichte!
- 2024 ist ein Schaltjahr: Warum gibt es Schaltjahre eigentlich?
- Alle Schaltjahresregeln auf einen Blick
So viele Menschen in Berlin betrifft der Geburtstag am 29. Februar 2024
2395 Menschen feiern in Berlin zum ersten Mal nach vier Jahren wieder ihren „richtigen“ Geburtstag, denn 2024 ist ein Schaltjahr. Unter den Geburtstagskindern des morgigen Tages sind in Berlin 1130 männlich und 1265 weiblich, wie aus Daten des Statistischen Landesamts und der Innenverwaltung hervorgeht.
Mit ihrem Geburtsdatum sind die „Schaltjahreskinder“ deutlich in der Minderheit: An den sonstigen Tagen des Jahres haben jeweils mindestens mehr als 9000 Berlinerinnen und Berliner Geburtstag.
2024 ist ein Schaltjahr: Warum gibt es die Regelung eigentlich?
Schaltjahre gibt es, um Abweichungen durch die natürlichen Bewegungen der Erde und Sonne, auf denen die Tages-, Monats- und Jahreszählung beruhen, ausgleichen zu können.
Die Erde benötigt genau 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden für die Umrundung der Sonne. Das ist rund ein Vierteltag mehr, als das Jahr normalerweise Tage hat. Dieser Unterschied muss folglich ausgeglichen werden.
Der 29. Februar taucht somit nur alle paar Jahre in den Kalendern auf. Schaltjahre haben dann 366 statt 365 Tage.
Damit aber nicht genug, denn es gibt noch weitere Schaltregeln für den gregorianischen Kalender, den wir seit dem 16. Jahrhundert nutzen.
Die Schaltjahresregeln auf einen Blick
- In Schaltjahren hat der Februar 29 statt 28 Tage, das Jahr somit 366 statt 365 Tage.
- Schaltjahre sind durch die Zahl 4 teilbar.
- Alle glatten „Hunderterjahre“ also Jahre, die sich durch die Zahl 100 teilen lassen, fallen als Schaltjahre weg. Das ist nötig, um die Synchronisation zwischen astronomischem und kalendarischen Jahr genauer zu gestalten.
- Eine Ausnahme bilden Jahre, die sich durch 100 und zusätzlich durch 400 teilen lassen. Diese sind Schaltjahre und das ist auch der Grund, warum beispielsweise das Jahr 2000 ein Schaltjahr war.
Warum wird im Schaltjahr ausgerechnet der Februar verlängert?
Man könnte in Schaltjahren doch einfach einen Tag hinten ans Jahr hängen und zum Beispiel am 32. Dezember das Jahresende begehen, oder?
Der Grund dafür, dass der Februar und nicht der Dezember zum Schaltmonat gemacht wurde, liegt im Vorgänger des heutigen, gregorianischen Kalenders.
Vor der Einführung des gregorianischen Kalenders galt der julianische Kalender, benannt nach Julius Caesar. Der führte seinen Kalender im Jahr 45 v. Chr. ein. Da der julianische Kalender im Februar endete und Caesar die Abweichung zwischen Sonnenjahr und Kalenderjahr erkannte, wurde der zusätzliche Tag also kurzerhand an den Februar gehängt.


