Herbst: Darum ziehen Vögel jetzt in den Süden

„Hey, ab in den Süden!“, heißt es im Herbst für viele Vögel. Warum sie so weite Strecken auf sich nehmen. (Symbolbild)
Frank Hammerschmidt/dpa- Zugvögel starten im Spätsommer ihre Reise nach Süden – Auslöser ist kürzeres Tageslicht.
- Hauptgrund ist Nahrungsknappheit: Insekten, Frösche und Würmer fehlen im Herbst und Winter.
- Viele Arten nutzen Sonne, Sterne, Erdmagnetfeld und Landschaften zur Orientierung.
- Ziele sind wärmere Regionen wie der Mittelmeerraum oder Gebiete in Afrika.
- Klimawandel verändert das Verhalten: Rückkehr im Frühjahr etwa drei Wochen früher, Routen riskanter.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit dem kürzeren Tageslicht im Spätsommer geht es los: Die Vögel machen sich für ihre Reise in den Süden bereit. Doch warum zieht es sie eigentlich bis nach Afrika?
Anders als manche vielleicht erwarten würden, liegt es nicht an der Kälte. Von den Temperaturen her könnten es die meisten Vogelarten mit ihrem dichten Gefieder laut LBV in Bezug auf den Vogelexperten Philipp Herrmann noch aushalten. Was die Tiere in Zugzwang bringt, ist vielmehr das geringere Nahrungsangebot.
Viele Vögel, wie Schwalben oder Nachtigallen, fressen Insekten. Im Herbst und Winter sind die aber in Deutschland schwierig zu finden. Auch Frösche und Würmer sind durch Frost und Schnee unerreichbar. Dann geht es auf in wärmere Gebiete, zum Mittelmeerraum oder weiter nach Afrika.
Wie wissen Vögel, wann sie in den Süden ziehen müssen?
Viele junge Vögel wissen von Geburt an genau, wann und in welche Richtung sie fliegen müssen. Sie nutzen dafür die Sonne, die Sterne, das Magnetfeld der Erde und vertraute Landschaften als Kompass.
Dabei wird der Klimawandel laut Naturschutzbund NABU eine immer größere Herausforderung: Viele Zugvögel kehren demnach im Frühjahr etwa drei Wochen früher heim als noch vor 40 Jahren. Steigende Temperaturen in Afrika seien dafür mitverantwortlich. Durch den abnehmenden Niederschlag an den wichtigen Rastgebieten an der Mittelmeerküste könnten sich die Vögel außerdem weniger lang ausruhen. Auch die Flugrouten seien mit fortschreitender Wüstenbildung länger und dadurch gefährlicher geworden.