Hitzesommer 2025 droht: Diese Pflanzen trotzen der Brandenburger Hitze

Laut Meteorologen könnte ein Hitzesommer in Brandenburg bevorstehen. Eine Liste zeigt Pflanzen, die mit viel Sonne und Trockenheit zurechtkommen und sich für Garten und Balkon eignen. Im Bild: Der Purpursonnenhut (Echinacea purpurea).
Jens Kalaene/dpaIn Brandenburg bleibt der Regen aus: Im April fielen im Landesdurchschnitt gerade einmal 14 Liter pro Quadratmeter – viel zu wenig für die ohnehin gestressten Böden. Schon der Frühling zeigte sich im Nordosten ungewöhnlich warm und trocken. Nun deuten aktuelle Wettermodelle darauf hin, dass auch der Sommer extrem werden könnte: Eine neue Hitzewelle kündigt sich an.
Besonders Brandenburgs sandige Böden leiden unter der anhaltenden Trockenheit. Viele Regionen haben sich bis heute nicht vollständig von den Extremtemperaturen der vergangenen Jahre erholt. Wer jetzt klug plant, kann Garten, Balkon oder Terrasse hitzefest machen – und dabei auf Pflanzen setzen, die Sonne und Trockenheit besser wegstecken als andere.
Robuste Pflanzen für heiße Zeiten: Diese Eigenschaften sind jetzt gefragt
Pflanzen, die mit Hitze gut klarkommen, haben besondere Strategien entwickelt: Tief wurzelnde Arten gelangen auch in trockenen Böden noch an Wasser. Dicke, fleischige Blätter speichern Feuchtigkeit, wachsartige Oberflächen schützen vor starker Verdunstung. Wer Garten, Balkon oder Terrasse zukunftsfest gestalten möchte, setzt jetzt gezielt auf solche hitzeresistenten Arten – besonders mit Blick auf die zunehmenden Trockenphasen infolge des Klimawandels.
Diese Stauden trotzen der Sommerhitze
Purpursonnenhut – der Dekorative: Der Purpur- oder Scheinsonnenhut (Echinacea purpurea) liebt sonnige Standorte, kommt mit relativ wenig Wasser aus und punktet mit langer Blütezeit von Juli bis in den Herbst. Seine kräftigen, tief reichenden Wurzeln machen ihn besonders robust – ideal für Beete, die auch bei Trockenheit zuverlässig Farbe zeigen sollen.
Lavendel – der Sonnenanbeter: Lavendel liebt sonnige Standorte und kommt mit wenig Wasser aus. Er verströmt nicht nur mediterranen Duft, sondern zieht auch reichlich Bienen und Schmetterlinge an. Ideal für Beete und große Kübel. Die Büsche benötigen zweimal im Jahr einen Schnitt, damit sie reich blühen und kompakt wachsen.
Katzenminze – Farbtupfer im Trockenbeet: Die Katzenminze ist wegen ihres Duftes nicht nur bei Katzen beliebt, auch Bienen, Hummeln und Schmetterlinge steuern die violetten Blüten gern an.
Schafgarbe – dankbare Staude: Die Schafgarbe gibt es in verschiedenen Farben, sodass sie sich in Balkonkästen oder im Beet vielseitig einsetzen lässt. Die Staude liebt die volle Sonne und kommt zuverlässig jedes Jahr wieder.
Ziergräser – robust und elegant: Viele Gräser wie das Lampenputzergras oder das Reitgras vertragen Hitze und Trockenheit gut. Sie bringen Leichtigkeit in Beete und benötigen wenig Pflege.
Trockenresistente Bodendecker für Garten und Kübel
Bohnenkraut – der Bienenmagnet: Bohnenkraut ist nicht nur ein beliebtes Küchengewürz, auch als reich blühender und schnell wachsender Bodendecker ist Bohnenkraut geeignet. Es blüht nach milden Wintern schon relativ zeitig im Mai und nach einem Rückschnitt sogar ein zweites Mal. Bienen und Hummeln lieben die Blüten.
Teppichthymian – die Bienenweide: Teppichthymian ist ein winterharter, reich blühender Bodendecker, der sich auch für Kübel eignet. Sogar Wege oder Zwischenräume zwischen Steinplatten können mit der trittfesten Staude bepflanzt werden.
Sedum-Variationen – die Vielfältigen: Sie machen begrünte Hausdächer bunter und wachsen sogar zwischen Steinen. Sedum-Varianten wie Fetthenne, Mauerpfeffer oder Fettblatt sind nicht nur pflegeleicht, sondern auch extrem trockenresistent. Die unzähligen Arten blühen teilweise auch sehr schön und eignen sich zur Bepflanzung von flachen Schalen oder zur Anlage eines Steingartens. Besonders die Variationen des Mauerpfeffers eignen sich als Bodendecker.
Wollziest – der Dekorative: Wollziest ist ein idealer Bodendecker und eine dekorative Unterpflanzung für hoch wachsende Stauden wie dem Sonnenhut. Dabei sind die flaumig-weichen, graugrünen Blätter sehr dekorativ und bilden einen schönen Hintergrund für die Blüten.
Mediterrane Blütenpracht für Kübel und Terrassen
Bougainvillea – Farbenfeuerwerk aus dem Süden: Die Bougainvillea liebt Sonne und Wärme. Mit wenig Wasser und viel Licht entfaltet sie ihre leuchtenden Hochblätter, die Terrassen und Balkone in mediterrane Oasen verwandeln. Die Pflanze sollte allerdings im Kübel bleiben, da sie geschützt überwintern muss.
Oleander – Blütenpracht trotz Trockenheit: Der Oleander stammt aus Südeuropa und ist auf Hitze bestens vorbereitet. Die Pflanze sollte in einen ausreichend große Topf oder Kübel gesetzt werden. Bei regelmäßiger Düngung blüht er üppig den ganzen Sommer über. Oleander muss den Winter in einem Winterquartier verbringen. Das kann ein heller, kühler Wintergarten oder ein kühles Treppenhaus sein.
Hitzeschutz beginnt bei der Pflege: So kommen Pflanzen besser durch den Sommer
Auch widerstandsfähige Pflanzen brauchen gezielte Unterstützung. Gegossen wird idealerweise früh am Morgen oder am späten Abend – so bleibt mehr Feuchtigkeit im Boden. Eine dicke Mulchschicht schützt zusätzlich vor dem Austrocknen und verbessert das Bodenklima. Wer in Kübeln pflanzt, sollte auf eine gute Drainage achten: Eine untere Schicht aus Blähton verhindert Staunässe und hilft, Wurzeln gesund zu halten – selbst an heißen Tagen.
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