Karin Walter-Mommert: Wer ist die Unternehmerin, die den Wal retten will?

Karin Walter-Mommert 2017, als Honesty Newport mit Michael Nimczyk den 4.Vorlauf zum Deutschen Stuten-Derby in Berlin gewinnt.
imago/Marius SchwarzMecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat einen neuen privaten Rettungsversuch für den vor der Insel Poel bei Wismar festliegenden Buckelwal erlaubt. Die zuständigen Behörden hätten ein von einer Initiative um die Unternehmer Karin Walter-Mommert und Walter Gunz vorgelegtes Konzept geprüft und abgesegnet, sagte Backhaus am Mittwoch in Schwerin. Die Rettungsaktion ist heute in vollem Gange. Was ist über die Initiatorin, Karin Walter-Mommert, bekannt?
Karin Walter-Mommert: Karriere, Mann und Vermögen
Karin Walter-Mommert wurde Medienberichten zufolge 1963 in West-Berlin geboren und zählt heute zu den prägenden Persönlichkeiten des europäischen Trabrennsports. Sie begann ihre Laufbahn selbst als Amateurfahrerin, bevor sie mit ihrem „Stall KWM“ ein weitverzweigtes Rennsport-Engagement aufbaute, insbesondere in Deutschland und Schweden. Mit zahlreichen Siegen und Spitzenplatzierungen ihrer Pferde zählt sie seit Jahren zur Spitze der Branche. Sie ist mit Ulrich Mommert verheiratet, dem auch die Trabrennbahn in Mariendorf in Berlin gehört. Er übernahm 1982 den angeschlagenen österreichischen Autozulieferer ZKW und entwickelte ihn zu einem führenden Anbieter von Lichttechnik für Premiumhersteller wie BMW und Mercedes. 2018 verkaufte er das Unternehmen für 1,2 Milliarden US-Dollar an LG. Das Vermögen von ihm und seiner Familie wurde von Forbes im März 2026 auf 1,7 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Neuer Rettungsversuch: Was ist geplant?
Der neue Rettungsversuch für den gestrandeten Buckelwal vor der Ostsee-Insel Poel sollte bereits gestern mit Vorbereitungen starten. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte in Schwerin, die private Rettungsinitiative plane zunächst, Taucher ins Wasser zu schicken, die Kontakt zu dem Tier aufnehmen und es beruhigen sollen. „Tierwohlstützende und leidlindernde Maßnahmen“ seien demnach vorgesehen. Der Tauchgang sollte demnach gestern um 17.30 Uhr beendet sein.
Dabei sollte auch der Untergrund untersucht werden. Geplant ist laut Backhaus, am Donnerstag Luftkissen unter das Tier zu bringen und es schonend anzuheben. Dazu soll Schlick unter ihm weggespült werden. Der Wal solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden. Gehe alles gut, könne der Transport aus der Region am Freitag beginnen, sagte Backhaus. Ein Schlepper soll die beiden Pontons bis in die Nordsee und den Atlantik ziehen, um den Wal dort freizulassen.
Den Initiatoren ist bewusst, dass der Eingriff mit erheblichen Risiken verbunden ist und im schlimmsten Fall tödlich enden könnte. Ohne Maßnahmen bestehe jedoch keine Überlebenschance, so ihre Einschätzung. Die Verantwortung für die Aktion liegt vollständig bei der privaten Initiative, auch finanziell wurde das Umweltministerium von allen Verpflichtungen freigestellt.
Mit Material der dpa und AFP
