Kindergeld
: So viel mehr bringt die Erhöhung 2027

Ab 2027 soll es mehr Kindergeld geben. Mit diesem Betrag können Eltern pro Kind für das kommende Jahr rechnen.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Bargeld: ILLUSTRATION - 24.11.2023, Berlin: Zahlreiche Euro-Banknoten und eine Geldbörse liegen auf einem Tisch. (zu dpa: «Eine Woche Urlaub – zu teuer für jeden Fünften im Südwesten») Foto: Hannes P Albert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ab 2027 wird es mehr Kindergeld geben.

Hannes P Albert/dpa

Familien könnten ab 2027 mit einem höheren Kindergeld rechnen. Nach den bisherigen Plänen des Bundesfinanzministeriums soll die monatliche Zahlung innerhalb von zwei Jahren zweimal angehoben werden. Vorgesehen sind zunächst acht Euro mehr je Kind. Im darauffolgenden Jahr soll eine weitere Erhöhung um fünf Euro erfolgen.

Damit würde sich das Kindergeld zum 1. Januar 2027 von derzeit 259 Euro auf 267 Euro monatlich erhöhen. Für 2028 sieht der Entwurf anschließend einen Betrag von 272 Euro pro Kind und Monat vor.

Allerdings steht die Neuregelung noch nicht endgültig fest. Grundlage der genannten Beträge ist derzeit ein Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums. Bis zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens sind deshalb grundsätzlich noch Änderungen möglich.

So könnte sich das Kindergeld entwickeln

Welche zusätzlichen Beträge Familien erhalten würden

Bereits die für 2027 vorgesehene Erhöhung macht sich über das Jahr gerechnet bemerkbar. Acht Euro zusätzlich im Monat entsprechen 96 Euro mehr pro Kind und Jahr.

Eine Familie mit zwei Kindern würde dadurch jährlich 192 Euro zusätzlich erhalten. Bei drei Kindern läge das Plus bei 288 Euro.

Mit der zweiten geplanten Anpassung im Jahr 2028 würde das Kindergeld schließlich 13 Euro über dem Niveau von 2026 liegen. Pro Kind ergibt sich daraus ein jährlicher Mehrbetrag von 156 Euro.

Bei zwei Kindern wären das insgesamt 312 Euro zusätzlich im Jahr. Eltern mit drei kindergeldberechtigten Kindern kämen auf 468 Euro mehr gegenüber dem Stand von 2026.

Kindergelderhöhung gehört zu größerem Entlastungspaket

Die geplante Anpassung des Kindergeldes ist Teil eines umfangreicheren steuerlichen Maßnahmenpakets. Arbeitnehmer und Familien sollen damit in den Jahren 2027 und 2028 finanziell entlastet werden.

Neben höheren Zahlungen für Kinder sieht der Referentenentwurf auch Veränderungen beim steuerlichen Grundfreibetrag vor. Für 2027 ist demnach eine Erhöhung des Grundfreibetrags um 216 Euro vorgesehen.

Nach einem Bericht der „BILD“ wird für das Jahr 2027 insgesamt mit steuerlichen Entlastungen von rund 2,9 Milliarden Euro gerechnet.

Im Jahr 2028 sollen weitere Maßnahmen folgen. Das geplante Entlastungsvolumen liegt dann bei rund 6,99 Milliarden Euro. Neben einer erneuten Anpassung des Grundfreibetrags soll in diesem Jahr auch das Kindergeld ein zweites Mal angehoben werden.

Das Bundesfinanzministerium betrachtet laut dem Bericht beide Entlastungsstufen zusammen. Im Vergleich zum Jahr 2026 soll sich daraus für 2028 ein Gesamtvolumen von ungefähr zehn Milliarden Euro ergeben.

Noch fehlt der endgültige Beschluss

Für Familien bedeutet das: Die vorgesehenen Beträge von 267 Euro im Jahr 2027 und 272 Euro ab 2028 sind bereits konkret im Entwurf enthalten, rechtlich beschlossen sind sie derzeit jedoch noch nicht.

Sollte das Vorhaben in dieser Form umgesetzt werden, steigt das monatliche Kindergeld innerhalb von zwei Jahren um insgesamt 13 Euro je Kind. Eltern würden 2027 zunächst acht Euro mehr erhalten. Ab 2028 kämen weitere fünf Euro hinzu.