Kreuzfahrtschiff: Was ist auf der Aida Perla passiert?

as ist auf der AIDAperla passiert? Alle wichtigen Infos zum Zwischenfall in Le Havre, den Folgen für Passagiere und dem weiteren Reiseverlauf.
Philipp Laage/dpa-mag/dpaEin heftiger Sturm hat im französischen Hafen von Le Havre für einen Zwischenfall mit dem Kreuzfahrtschiff „AIDAperla“ gesorgt. Am Dienstagnachmittag, dem 8. September 2026, löste sich das Schiff während starker Windböen von seinem Liegeplatz und trieb ins Hafenbecken. Später kam es zu einem Kontakt mit der Kaimauer. Verletzt wurde nach Angaben der Reederei niemand. Das Schiff wird derzeit von Technikern und Behörden untersucht.
AIDAperla wird vom Kai gerissen
Der Vorfall ereignete sich gegen 16 Uhr. Nach Augenzeugenberichten hielten mehrere Leinen den starken Böen nicht stand. Die „AIDAperla“ entfernte sich daraufhin von der Pier, außerdem wurden Gangways beschädigt beziehungsweise ins Hafenbecken gerissen. Auf Videos ist zu sehen, wie sich das Kreuzfahrtschiff rückwärts bewegt und dabei die Pier berührt. AIDA Cruises bestätigte den Zwischenfall und sprach von einer unerwarteten Schlechtwetterfront mit Starkwinden.
Schlepper bringen das Schiff zurück
Die Besatzung reagierte umgehend, zusätzlich kamen Schlepper zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe konnte die „AIDAperla“ wieder in eine sichere Position gebracht und am frühen Abend erneut festgemacht werden. Eine befürchtete Kollision mit der ebenfalls im Hafen liegenden „Mein Schiff 3“ blieb aus. Nach Angaben von TUI Cruises kam es zu keinem Kontakt zwischen den beiden Schiffen.
Rund 500 Passagiere mussten warten
Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich zahlreiche Gäste noch auf Landausflügen. Rund 500 Passagiere konnten nach ihrer Rückkehr zunächst nicht wieder an Bord und mussten zeitweise in Bussen vor dem Terminal warten. Auch der Hafenbetrieb war beeinträchtigt, unter anderem weil beschädigte Gangways aus dem Hafenbecken geborgen werden mussten.
AIDAperla bleibt vorerst in Le Havre
Durch den Kontakt mit der Pier soll die „AIDAperla“ im Heckbereich beschädigt worden sein. Wie schwer die Schäden sind, ist bislang nicht abschließend bekannt. AIDA erklärte, das Schiff werde umfassend von Technikern und Behörden überprüft. Der für Mittwoch geplante Anlauf in Zeebrügge fiel deshalb aus. Die Kreuzfahrt hatte am 5. September in Hamburg begonnen und sollte ursprünglich über Southampton, Le Havre, Zeebrügge und Rotterdam zurück nach Hamburg führen.
Keine Verletzten
Trotz der dramatischen Bilder wurde niemand verletzt. Wann die „AIDAperla“ Le Havre wieder verlassen kann, hängt von den laufenden Untersuchungen und den notwendigen Freigaben ab.
