Neuer Papst: Kandidaten bei der Papstwahl 2025 - Das sind die Favoriten!

Kardinäle nehmen an einer Messe am achten von neun Trauertagen für den verstorbenen Papst Franziskus im Petersdom im Vatikan teil. Wer könnte nach als Nachfolger von Papst Franziskus das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche werden?
Alessandra Tarantino/AP/dpaAm 7. Mai 2025 beginnen die Papstwahlen. Wer darf wählen – und wer kann überhaupt Papst werden? Hier gibt es die Favoriten und Abläufe zusammengefasst.
Vatikan: Papst Franziskus ist tot
Papst Franziskus war der zweitälteste Papst der Geschichte, nur übertroffen von Leo XIII., der 1903 im Alter von 93 Jahren verstarb. Noch am Ostersonntag hatte sich der Papst der Öffentlichkeit auf dem Petersplatz gezeigt und den Segen erteilt. Am Tag darauf verstarb er im Alter von 88 Jahren. Nach verschiedenen Krankheiten und Einschränkungen in den letzten Jahren machten Papst Franziskus 2024 und 2025 vor allem Atemwegsinfektionen zu schaffen. Im Februar 2025 musste er wegen einer Bronchitis auch im Krankenhaus behandelt werden, die sich nach Angaben des Vatikans im weiteren Verlauf zu einer Lungenentzündung entwickelte.
Konklave 2025: Wie funktioniert die Papstwahl?
Nach dem Tod von Papst Franziskus steht aktuell die nächste Papstwahl an, welche am Mittwoch, dem 7. Mai 2025 beginnt. Nicht alle Kardinäle sind wahlberechtigt – nur jene, die bei Beginn der Sedisvakanz unter 80 Jahre alt sind. Die Anzahl der Wahlberechtigten sollte dabei 120 nicht überschreiten, wenngleich dies keine feste Regel ist. Ein amtierender Papst kann durch die Ernennung neuer Kardinäle bereits im Voraus Einfluss auf die Zusammensetzung des Konklaves nehmen.
Die Wahl selbst erfolgt in geheimer Abstimmung. Bis zu vier Wahlgänge pro Tag sind vorgesehen – jeweils zwei am Vormittag und zwei am Nachmittag. Ein Kandidat benötigt eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Wähler, um gewählt zu werden. Falls nach 33 Wahlgängen keine Entscheidung gefallen ist, folgt eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen. Auch hier bleibt die Zweidrittelmehrheit erforderlich. Eine erste Entscheidung wird noch am Mittwochabend erwartet. Dann könnte das erste Mal Rauch aus dem Schornstein im Vatikan aufsteigen. Die Bedeutung des Rauches und seiner Farbe gibt es in diesem Artikel erklärt.
Neuer Papst: Wer darf Pontifex werden?
Grundsätzlich kann jeder männliche katholische Christ zum Papst gewählt werden. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass der Kandidat bereits Priester, Bischof oder Kardinal ist – allerdings ist es seit dem 14. Jahrhundert üblich, dass der neue Papst aus den Reihen der Kardinäle stammt.
Wie viele Päpste gab es bisher? Alle Päpste seit dem 16. Jahrhundert gibt es hier aufgelistet.
Kandidaten: Wer sind mögliche Nachfolger von Papst Franziskus?
Da die meisten Päpste in den vergangenen Jahrhunderten aus dem Kardinalskollegium gewählt wurden, gelten einige Kardinäle als potenzielle Anwärter für das höchste Amt der katholischen Kirche. Laut Domradio und der Katholischen Nachrichtenagentur KNA galten bereits im September 2024 der Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, Luxemburgs Kardinal Jean-Claude Hollerich, die maltesischen Kardinäle Mario Grech und Victor Fernandez, Matteo Zuppi, Ungarns Primas Peter Erdö, Kardinal Fridolin Ambongo und der Italiener Pierbattista Pizzaballa als mögliche Favoriten. Wer jedoch das Amt anstrebt und am Ende die erforderliche Mehrheit im Konklave erreicht, bleibt abzuwarten – der Nachfolger des Papstes liegt letztlich in den Händen der wahlberechtigten Kardinäle.
