Papst Franziskus ist tot: Das ist aktuell zur Todesursache bekannt

Papst Franziskus ist am Ostermontag verstorben. Hier gibt es die aktuellen Informationen zur Todesursache.
Michael Kappeler/dpaPapst Franziskus ist tot. Wie der Vatikan bestätigte, starb Papst Franziskus am Morgen des Ostermontags im Alter von 88 Jahren. Was ist aktuell zu der Todesursache bekannt?
Papst Franziskus ist tot: Was war die Todesursache?
Papst Franziskus hatte in den letzten Jahren vermehrt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Zuletzt wurde er für mehrere Wochen in der römischen Gemelli-Klinik behandelt. Anfangs hatte der Vatikan von einer Bronchitis gesprochen. Am Abend des 18. Februar 2025 wurde nach Angaben der dpa bekannt, dass der Papst an einer schweren beidseitigen Lungenentzündung mit unterschiedlichen Erregern leide.
In der offiziellen Erklärung des Heiligen Stuhls hieß es weiter: „Alle bisher durchgeführten Untersuchungen deuten auf ein komplexes Krankheitsbild hin, das einen entsprechenden Krankenhausaufenthalt erfordert.“ Erschwerend kam dabei hinzu, dass dem Papst schon seit jungen Jahren ein Teil des rechten Lungenflügels fehlte. Mit einer beginnenden Niereninsuffizienz verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zeitweilig. Mehrere Male hatte der Papst vor allem mit Atemkrisen zu kämpfen.
Zuletzt konnte er das Krankenhaus wieder verlassen und hielt er sich in seiner Residenz im Vatikan auf. Am Ostersonntag hatte er noch vor Zehntausende Gläubigen noch den Segen Urbi et Orbi gespendet. Am Ostermontag gab der Vatikan seinen Tod bekannt, Abend wurde bestätigt, dass Franziskus an einem Schlaganfall gestorben ist.
Vatikan aktuell: Wie geht es jetzt weiter?
Im Vatikan ist detailliert geregelt, was zu tun ist, wenn ein Papst stirbt. Den Zeitpunkt des Papstbegräbnisses legt die Generalkongregation, die Versammlung der Kardinäle während der Sedisvakanz, fest. Nach den im Vatikan geltenden Regeln muss ein Papst vier bis sechs Tage nach seinem Tod beigesetzt werden. Sedisvakanz („leerer Stuhl“) drückt aus, dass ein kirchliches Amt unbesetzt ist, weil der Amtsträger aus dem Amt geschieden, aber noch kein Nachfolger eingeführt ist. Während dieser Phase darf der Vatikan keine wichtigen Entscheidungen treffen; ein Kollegium aus Kardinälen übernimmt die laufenden Aufgaben. Ein Papst hat keinen Stellvertreter, da er laut katholischem Kirchenrecht alleiniger „Stellvertreter Christi“ und Nachfolger des Apostels Petrus ist.
Im Anschluss an die Beerdigung beginnt eine neuntägige Trauerzeit, die den lateinischen Namen „Novemdiales“ trägt. Während dieser Zeit finden im Petersdom besondere Gottesdienste statt. Von verschiedenen Gruppen werden Messen für den verstorbenen Papst gehalten. Bei Johannes Paul II. wurden diese Feiern nach dem Begräbnis mehreren Kardinälen anvertraut. Die Gruppen waren die Gläubigen der Vatikanstadt, der Kirche von Rom, der Patriarchalbasiliken, der Päpstlichen Kapelle, der Kurie, der Ostkirchen und der Institute des Geweihten Lebens. Am letzten Tag wird die Feier von allen Kardinälen gehalten, die sich schon für die Wahl des Papstes versammelt haben.
Spätestens 20 Tage nach dem Tod beginnt das Konklave, bei dem alle Kardinäle unter 80 Jahren einen neuen Papst wählen. Die Wahl findet abgeschirmt in der Sixtinischen Kapelle statt. Für eine gültige Wahl ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Pro Tag gibt es dabei bis zu vier Wahlgänge. Nach jedem Wahlgang im Konklave wird Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle aufsteigen: schwarzer Rauch signalisiert, dass noch kein Papst gewählt wurde, weißer Rauch bedeutet, ein neuer Papst steht fest. Was war die längste Papstwahl und was die kürzeste? Beide Rekorde gibt es in diesem Artikel.
