Pop-Art-Künstler: Peter Max mit 88 Jahren gestorben

Pop-Art-Künstler Peter Max ist mit 88 Jahren gestorben. Was über seine Todesursache, seine Demenzerkrankung und sein Leben bekannt ist.
TIMOTHY A. CLARY/afpDer deutsch-amerikanische Pop-Art-Künstler Peter Max ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der für seine farbenfrohen und psychedelischen Werke bekannte Künstler starb bereits am Montag in einem Krankenhaus in Manhattan in New York. Sein Sohn Adam Max bestätigte den Tod am Mittwoch. Eine konkrete Todesursache wurde bislang nicht genannt. Bekannt war Peter Max vor allem für seine leuchtenden Motive mit Blumen, Schmetterlingen und Regenbögen. Seine Arbeiten wurden in den 1960er-Jahren zu einem Sinnbild der Flower-Power-Bewegung und machten ihn zu einem der bekanntesten Pop-Art-Künstler seiner Zeit.
Todesursache von Peter Max bislang nicht bekannt
Zu den genauen Umständen seines Todes gibt es bislang nur wenige Informationen. Sein Sohn teilte mit, dass Max im Alter von 88 Jahren gestorben sei. Eine konkrete Todesursache nannte die Familie nicht. Bekannt ist allerdings, dass Peter Max seit Jahren an Demenz litt. Zudem wurde berichtet, dass er nach langer Krankheit gestorben sei. In einer Erklärung erinnerte sein Sohn Adam Max an seinen Vater: „Wir werden uns an seine außergewöhnliche Kreativität, seine Herzlichkeit, seine Neugier und die Art und Weise erinnern, wie er überall Schönheit und neue Möglichkeiten sah.“ Seine Kunst sei Teil der amerikanischen Kultur geworden, für die Familie stehe jedoch vor allem der Mensch hinter den bekannten Bildern im Mittelpunkt.
Seine Kunst prägte die Flower-Power-Ära
Peter Max wurde 1937 als Peter Max Finkelstein in Berlin in eine jüdische Familie geboren. Noch als Kleinkind floh er mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten nach Shanghai. Weitere Stationen seines Lebens waren unter anderem Tibet, Israel und Paris. 1953 ließ sich die Familie schließlich in New York nieder. Dort studierte Max Kunst und begann seine Karriere als Grafikdesigner. In den 1960er-Jahren entwickelte er seinen charakteristischen Stil aus leuchtenden Farben, Pop-Art, Jugendstil-Elementen und psychedelischen Einflüssen. Seine sogenannten „Panoptikum“-Bilder griffen die Ideale der Flower-Power-Generation auf. Max selbst beschrieb seine Arbeit als grundsätzlich friedlich. Negative Themen hätten in seinen Gemälden keine Rolle spielen sollen.
Peter Max brachte seine Kunst auf Briefmarken, Flugzeuge und Schiffe
Seine Motive waren bald weit über Museen und Galerien hinaus zu sehen. Max lizenzierte seine Kunst für zahlreiche Produkte. Seine Designs erschienen unter anderem auf Bettwäsche, Glaswaren, Kleidung, Schals, Krawatten und Haushaltsgegenständen. Auch Briefmarken, Flugzeuge und ein Kreuzfahrtschiff wurden mit seinen Motiven gestaltet. Nach eigenen Angaben waren seine Arbeiten zeitweise auf rund 70 verschiedenen Produktlinien vertreten. Darüber hinaus entwarf Max Kunstwerke für große Veranstaltungen wie die Olympischen Spiele, den Super Bowl, das Indianapolis 500 und die Fußball-Weltmeisterschaft. Sieben seiner Werke befinden sich in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York.
Max porträtierte außerdem zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, darunter Taylor Swift, Mick Jagger, Bill Clinton und Michail Gorbatschow. Mit John Lennon und den Beatles war er befreundet. Später gestaltete er auch eine Porträtserie mit Paul McCartney. Seine zweite Ehefrau Mary Max starb 2019. Peter Max hinterlässt zwei erwachsene Kinder, seinen Sohn Adam Cosmo und seine Tochter Libra Astro. Mit seinen grellen Farben, Regenbogenmotiven und psychedelischen Bildern wurde Peter Max zu einer der prägenden Figuren der amerikanischen Popkultur.
