Prinz Harry wird 42: Sein Leben in Bildern

Prinz Harry (vorne links) bei einer Fahrrad-Tour während eines Urlaubs im Jahr 1989 mit seinen Eltern Charles und Diana sowie seinem älteren Bruder William.
PA WirePrinz Harry wird heute, am 15. September 2026, 42 Jahre alt. Geboren wurde Henry Charles Albert David 1984 im St Mary's Hospital in London als zweiter Sohn des damaligen Prinzen Charles und Prinzessin Diana. Von Beginn an war klar, dass sein älterer Bruder William eines Tages eine andere Rolle übernehmen würde. Harry war der jüngere Sohn – jahrzehntelang prägte diese Position zwischen königlicher Pflicht und größerem persönlichen Spielraum sein Leben.
Der frühe Verlust seiner Mutter Diana
Zu den Bildern, die sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt haben, gehört der zwölfjährige Harry bei der Beerdigung seiner Mutter. Diana starb am 31. August 1997 nach einem Autounfall in Paris, nur gut zwei Wochen vor Harrys 13. Geburtstag.
Bei der Trauerfeier wenige Tage später ging Harry gemeinsam mit William, seinem Vater Charles, Großvater Prinz Philip und seinem Onkel Charles Spencer hinter Dianas Sarg durch London. Später sprach Harry immer wieder darüber, wie stark der frühe Tod seiner Mutter und die öffentliche Trauer um sie sein Leben geprägt hätten. Auch sein schwieriges Verhältnis zur Boulevardpresse führt er bis heute wesentlich auf die Erfahrungen aus dieser Zeit zurück.
Eton: Jugend unter ständiger Beobachtung
1998 wechselte Harry an das traditionsreiche Eton College in der Nähe von Windsor, das bereits sein Bruder William besuchte. Dort verbrachte er fünf Jahre. Sport spielte eine wichtige Rolle, ebenso das militärisch ausgerichtete Combined Cadet Force-Programm der Schule. 2003 verließ Harry Eton und entschied sich anders als viele Mitglieder seines Umfelds gegen ein Universitätsstudium. Sein Ziel war die Armee.
Seine Jugendjahre lieferten gleichzeitig immer wieder Stoff für die britische Boulevardpresse. Harry bekam früh das Image des rebellischeren der beiden Prinzen. Später beschrieb er selbst, wie belastend es gewesen sei, praktisch jeden Fehltritt in den Schlagzeilen wiederzufinden.
Zehn Jahre beim Militär
Für Harry wurde die Armee zu einem der prägendsten Abschnitte seines Erwachsenenlebens. Nach seiner Ausbildung an der Royal Military Academy Sandhurst diente er insgesamt rund zehn Jahre in den britischen Streitkräften und absolvierte zwei Einsätze in Afghanistan. Bei seinem zweiten Einsatz 2012/13 war er als Apache-Hubschrauberpilot beziehungsweise Co-Pilot Gunner eingesetzt. Seine aktive militärische Laufbahn endete 2015.
Aus dieser Zeit entwickelte sich auch eines seiner wichtigsten langfristigen Projekte. 2014 rief Harry die Invictus Games ins Leben, einen internationalen Sportwettbewerb für verwundete, verletzte und erkrankte Soldatinnen, Soldaten und Veteranen. Das Engagement für Militärangehörige blieb auch nach seinem Abschied als arbeitender Royal ein zentraler Bestandteil seiner öffentlichen Arbeit.
Meghan: Hochzeit in Windsor und eine neue Familie
2016 lernte Harry die US-Schauspielerin Meghan Markle kennen. Am 19. Mai 2018 heirateten die beiden in der St George's Chapel auf Schloss Windsor. Die Hochzeit wurde weltweit übertragen – und schien zunächst für einen modernen, internationaleren Aufbruch des britischen Königshauses zu stehen.
Am 6. Mai 2019 kam Sohn Archie zur Welt. Zwei Jahre später, am 4. Juni 2021, wurde in Kalifornien Tochter Lilibet Diana geboren. Ihr zweiter Vorname erinnert an Harrys Mutter Diana. Heute sind Archie sieben und Lilibet fünf Jahre alt.
Doch schon kurz nach der Hochzeit nahmen die Spannungen zu. Harry und Meghan beklagten den Umgang der Boulevardmedien mit der Herzogin und fühlten sich vom königlichen Umfeld nicht ausreichend unterstützt. Im Januar 2020 kündigten sie schließlich an, sich als ranghohe arbeitende Mitglieder der Royal Family zurückzuziehen und finanziell unabhängiger zu werden. Queen Elizabeth II. stimmte einer neuen Regelung zu; 2021 bestätigte Buckingham Palace endgültig, dass Harry und Meghan nicht als „working royals“ zurückkehren würden.
Der Bruch mit dem Königshaus
Aus dem Rückzug wurde bald ein öffentlich ausgetragener Familienkonflikt. Harry und Meghan siedelten nach Kalifornien über. Im Interview mit Oprah Winfrey 2021 sprachen sie über ihre Erfahrungen im Königshaus und erhoben schwere Vorwürfe gegen das Umfeld der Royal Family. Es folgten eine Netflix-Dokumentation und Anfang 2023 Harrys Memoiren „Spare“ („Reserve“), in denen er unter anderem ausführlich über das schwierige Verhältnis zu seinem Vater und insbesondere zu seinem Bruder William schrieb.
Damit wurden private Konflikte zu einem weltweiten Medienthema. Während Harry mehrfach erklärte, eine Aussöhnung mit seiner Familie zu wünschen, blieb das Verhältnis vor allem zu William angespannt. Hinzu kam ein jahrelanger Streit über den Personenschutz Harrys und seiner Familie bei Aufenthalten in Großbritannien.
2026: Rückkehr nach Großbritannien
Umso überraschender kam die Wende im Sommer 2026. Sechs Jahre nach ihrem Umzug nach Nordamerika kehrten Harry und Meghan mit Archie und Lilibet nach Großbritannien zurück. Ende August traf die Familie wieder im Vereinigten Königreich ein; die Kinder besuchen seit September eine britische Schule. Berichten zufolge lebt die Familie in einem privaten Anwesen außerhalb Londons und behält zugleich ihre Verbindungen und Immobilien in den USA.
Eine Rückkehr ins alte royale Leben bedeutet dieser Schritt jedoch ausdrücklich nicht. König Charles ließ Anfang September noch einmal klarstellen, dass Harry und Meghan keine arbeitenden Mitglieder des Königshauses sind und keine offiziellen Aufgaben im Namen des Monarchen übernehmen. Ihr gesellschaftliches und wohltätiges Engagement bleibt privat organisiert. Auch die Frage ihres Polizeischutzes wird derzeit erneut geprüft.
Damit schließt sich an Harrys 42. Geburtstag zumindest geografisch ein Kreis. Der Prinz, der seine Heimat einst unter großem öffentlichen Streit verließ, lebt wieder mit seiner Frau und seinen Kindern in Großbritannien. Ob daraus auch eine dauerhafte Annäherung an König Charles und vor allem an seinen Bruder William entsteht, ist offen. Sicher ist nur: Harrys Verhältnis zu seiner Familie, zur Monarchie und zu seiner eigenen Rolle darin bleibt kompliziert – und sein Leben weiterhin eines, das sich seit mehr als vier Jahrzehnten in Bildern erzählen lässt.

























