Ralf Richter (69) tot
: Woran ist der Schauspieler gestorben?

Ralf Richter ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Die Nachricht sorgt für große Trauer. Viele fragen sich nun, woran der bekannte Schauspieler gestorben ist.
Von
Matthias Kemter
Berlin
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ARCHIV - Der Schauspieler Ralf Richter kommt zur Premiere des Kinofilms "Vorstadtkrokodile" am Samstag (21.03.2009) in den Cinedom in Köln. Der Schauspieler Ralf Richter («Das Boot», «Bang Boom Bang») will in Köln ein Hotel für Obdachlose verwirklichen. Das Haus mit dem Namen «7 Sterne Hotel» soll die Ausstattung eines Vier-Sterne-Hauses haben und von den Obdachlosen selbst betrieben werden, sagte Richter der dpa. Foto: Jörg Carstensen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ralf Richter ist mit 69 Jahren gestorben. Was über seine Todesursache bekannt ist und unter welchen gesundheitlichen Problemen der Schauspieler litt.

picture alliance / dpa

Ralf Richter ist tot. Der aus Filmen wie „Das Boot“ und „Bang Boom Bang“ bekannte Schauspieler starb in der Nacht vom 14. auf den 15. September 2026 im Alter von 69 Jahren. Seine Kinder Aline und Maxwell Richter machten den Tod ihres Vaters öffentlich. Eine genaue Todesursache wurde bislang nicht genannt. Bekannt ist jedoch, dass Richter bereits seit längerer Zeit mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. „In der vergangenen Nacht ist unser Vater, Ralf Richter, verstorben“, erklärten seine Kinder. Für die Familie sei damit „eine Welt stehen geblieben“. Für viele Fans sei Richter Schauspieler, Kultfigur und über Jahrzehnte ein bekanntes Gesicht gewesen. Für seine Kinder sei er aber vor allem ihr Vater gewesen.

Ralf Richter hatte COPD und eine Herzunterfunktion

Über den Gesundheitszustand des Schauspielers sprach sein Sohn Maxwell Richter gegenüber der „Bild“-Zeitung. Demnach ging es Ralf Richter bereits seit längerer Zeit sehr schlecht. Der Schauspieler habe an COPD sowie an einer Herzunterfunktion gelitten. Außerdem habe eine Vene zum Herzen nicht mehr richtig gearbeitet. Einige Monate vor seinem Tod sei Richter deshalb bereits in einer Klinik behandelt worden. Danach habe sein Gesundheitszustand weiter nachgelassen. Ob diese Erkrankungen letztlich unmittelbar zu seinem Tod geführt haben, ist nicht bestätigt. Die Familie hat bislang keine konkrete Todesursache bekannt gegeben. Sicher ist lediglich, dass der 69-Jährige vor seinem Tod unter erheblichen gesundheitlichen Beschwerden litt.

„Das Boot“ brachte Ralf Richter den Durchbruch

Ralf Richter wurde am 17. August 1957 in Essen geboren und wuchs in Bochum auf. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Schreiner. Anschließend besuchte er die Westfälische Schauspielschule in Bochum, beendete seine Ausbildung dort allerdings nicht. Seinen großen Durchbruch feierte Richter 1981 mit Wolfgang Petersens Kriegsdrama „Das Boot“. Darin spielte er den Frenssen. Der Film wurde zu einem internationalen Erfolg und machte Richter einem Millionenpublikum bekannt. Danach folgten zahlreiche Rollen in Kino und Fernsehen. Richter war unter anderem in „Abwärts“, „Die Katze“, „Superstau“, „Der Eisbär“, „Fußball ist unser Leben“, „Was nicht passt, wird passend gemacht“, „Vorstadtkrokodile“, „Nicht mein Tag“ und „Radio Heimat“ zu sehen. Auch in Fernsehproduktionen wie „Tatort“, „Der Fahnder“, „Alarm für Cobra 11“ und „Heldt“ wirkte er mit.

Kultstatus als Kalle Grabowski

Besonders bekannt wurde Richter außerdem durch seine Rolle als Kalle Grabowski in der Ruhrpott-Komödie „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“ aus dem Jahr 1999. Mit der Figur wurde er endgültig zur Kultfigur. Seine markante Stimme, sein unverwechselbares Auftreten und seine oft rauen, kantigen Rollen wurden über Jahre zu seinem Markenzeichen. Neben seiner Arbeit als Schauspieler war Richter auch als Musiker und zeitweise als Restaurantbetreiber tätig. Ralf Richter hinterlässt seine Kinder Maxwell und Aline sowie sechs Enkelkinder. Sein Sohn Maxwell wurde ebenfalls Schauspieler und stand gemeinsam mit seinem Vater vor der Kamera.