Rückruf bei VW und Audi: Was müssen Betroffene jetzt tun?

VW hat eine große Rückrufaktion gestartet.
Lars Penning/dpaBetroffen sind unter anderem Golf, Tiguan, Touran, Caddy sowie der Audi Q3. Im schlimmsten Fall kann eine Schraube an der Lenkungsverschraubung korrodieren und brechen.
So prüfen Sie, ob Ihr Auto betroffen ist
Fahrzeughalter können zunächst in der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) nach der entsprechenden Rückrufaktion suchen:
Volkswagen: KBA-Referenznummer 17016R, Rückrufcode 48VS
Audi: KBA-Referenznummer 17014R, Rückrufcode 48LG
Zur KBA-Rückrufdatenbank: www.kba-online.de/rrdb/buerger
Ob das konkrete Fahrzeug betroffen ist, lässt sich am zuverlässigsten anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) überprüfen. Audi bietet dafür eine Online-Abfrage für Rückruf- und Feldmaßnahmen an. Alternativ können sich Kunden direkt an einen Audi- oder Volkswagen-Servicepartner wenden.
Diese Modelle sind vom Rückruf betroffen
Bei Volkswagen betrifft die Aktion die Modelle Golf, Golf Variant, Tiguan, Touran und Caddy aus bestimmten Produktionszeiträumen zwischen 2013 und 2024.
Bei Audi ist der Q3 betroffen. Hier geht es um Fahrzeuge aus einem Produktionszeitraum zwischen Ende 2017 und Mai 2024.
Wichtig: Nicht automatisch jedes Fahrzeug dieser Baureihen ist betroffen. Entscheidend ist die individuelle Prüfung anhand der FIN.
Müssen Kunden selbst aktiv werden?
Audi erklärt, dass betroffene Fahrzeughalter schriftlich über einen Rückruf informiert werden. Auch Volkswagen informiert betroffene Kunden über seine Serviceorganisation.
Auf ein Schreiben muss man allerdings nicht warten. Wer eines der genannten Modelle fährt, kann schon vorher prüfen lassen, ob das eigene Fahrzeug betroffen ist.
Ist dies der Fall, sollte ein Termin bei einem autorisierten VW- oder Audi-Servicebetrieb vereinbart werden.
Was wird in der Werkstatt gemacht?
In der Werkstatt wird die problematische Lenkungsverschraubung überprüft beziehungsweise die betreffende Schraube durch eine korrosionsbeständigere Variante ersetzt.
Die Maßnahme ist für die Fahrzeughalter kostenlos.
Kann man mit dem Auto weiterfahren?
Eine generelle Aufforderung, alle betroffenen Fahrzeuge sofort stehenzulassen, gibt es bislang nicht. Der Rückruf sollte dennoch nicht unnötig aufgeschoben werden, da im ungünstigsten Fall die Lenkung beeinträchtigt werden kann.
Wer ungewöhnliches Lenkverhalten, Warnmeldungen oder andere Auffälligkeiten bemerkt, sollte nicht einfach weiterfahren, sondern sich an eine Werkstatt wenden.
