Sicherheit im Verkehr
: Autobahn-Notrufsäulen stehen auf dem Prüfstand

Rund 17.000 Notrufsäulen stehen noch an deutschen Autobahnen – doch immer weniger Leute nutzen sie. Braucht man das System überhaupt noch?
Von
dpa
Berlin
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Notrufsäulen an Autobahnen werden immer seltener genutzt. (Archivbild)

Oliver Dietze/Oliver Dietze/dpa/dpa
  • Autobahn GmbH prüft den Fortbestand der Notrufsäulen auf Autobahnen.
  • Nutzung geht wegen Mobiltelefonen stark zurück, so das Bundesverkehrsministerium.
  • Ziel ist, Kosten zu senken und die Verkehrssicherheit zu halten.
  • Bundesweit stehen rund 17.000 Säulen – Betriebskosten 2025: 4,5 Mio. Euro.
  • eCall und Mobilfunk gelten als Gründe für die sinkenden Notrufzahlen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Notrufsäulen an deutschen Autobahnen werden wegen der verbreiteten Nutzung von Mobiltelefonen immer seltener genutzt. Deshalb prüft die Autobahn GmbH, ob das bisherige Notrufsystem in seiner jetzigen Form erhalten bleiben soll. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium. 

„Die Notrufzahlen über das System sind stark rückläufig“, sagte Staatssekretär Christian Hirte demnach in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Aufgrund der Verbreitung des Mobilfunks „werden die Notrufsäulen kaum noch genutzt“. Daher wolle man Kosten senken und zugleich das Niveau der Verkehrssicherheit halten. 

17.000 Notrufsäulen in Deutschland

Ein Sprecher der Autobahn GmbH bestätigte die Pläne. Angesichts technischer Entwicklungen wie der Einführung des automatischen Notrufsystems eCall und der verbreiteten Nutzung von Mobiltelefonen werde der Fortbestand des bisherigen Systems geprüft. 

Bundesweit gibt es nach Angaben der Autobahn GmbH noch rund 17.000 Notrufsäulen. Die Kosten für Betrieb, Wartung und Instandhaltung sowie die Notrufzentrale beliefen sich 2025 auf 4,5 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es demnach 8,2 Millionen Euro.