Spanien: Großer Waldbrand bei Madrid außer Kontrolle

Nordöstlich der spanischen Hauptstadt Madrid sind nach Angaben der Behörden bei einem Waldbrand bereits rund 13.000 Hektar verbrannt.
Mateo Lanzuela/EUROPA PRESS/dpa- Nordöstlich von Madrid brennen rund 13.000 Hektar bei Guadalajara, das Feuer ist nicht unter Kontrolle.
- In einer Nacht fraßen sich die Flammen 14 Kilometer voran – Ortschaften blieben bislang verschont.
- Über 500 Kräfte legen Brandschneisen, 25 Löschflugzeuge helfen, die UME unterstützt am Boden.
- Vorsorglich wurden 20 Gemeinden mit etwa 800 Einwohnern evakuiert, die Gefahr ist extrem hoch.
- In Aragonien bei Orés ist ein weiterer Brand weitgehend unter Kontrolle, dort verbrannten 14.400 Hektar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nordöstlich der spanischen Hauptstadt Madrid sind nach Angaben der Behörden bei einem Waldbrand bereits rund 13.000 Hektar verbrannt. Das entspricht mehr als 18.000 Fußballfeldern. Bisher seien die Flammen nicht unter Kontrolle, die sich in der Nacht auf Sonntag 14 Kilometer weiter voranbewegt hätten, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE.
Mehr als 500 Einsatzkräfte seien am Boden damit beschäftigt, Brandschneisen anzulegen und die Flammen so einzudämmen. Bisher sei es so gelungen, das Feuer von Ortschaften fernzuhalten, sagte die regionale Umweltministerin Mercedes Gómez. Unterstützt werden sie unter anderem von der Militärischen Notfalleinheit (UME).

Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit von Waldbränden, weil Perioden mit Trockenheit und Hitze länger werden.
Mateo Lanzuela/EUROPA PRESS/dpaDie Kräfte am Boden würden von 25 Löschflugzeugen unterstützt. Vorsichtshalber seien aber 20 Gemeinden mit insgesamt rund 800 Einwohnern evakuiert worden, sagte Gómez.
Angesichts von Dürre und geringer Luftfeuchtigkeit ist die Waldbrandgefahr derzeit in weiten Teilen Spaniens extrem hoch. Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit für Brände etwa im Mittelmeerraum, weil er zu langen Perioden mit Trockenheit und Hitze führt.
Verbrannte Fläche bisher doppelt so groß wie 2025
Seit Jahresbeginn haben großflächige Feuer in Spanien bereits mehr als 80.000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) zeigen.
Das waren fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Damals gab es jedoch erst im August die schlimmsten Brände, als die verbrannte Fläche von Ende Juli von rund 47.000 Hektar bis Anfang August binnen weniger Tage auf 380.000 Hektar in die Höhe schoss.
Gute Nachricht vom Brand nördlich von Saragossa
Entwarnung gab es hingegen bei einem weiteren großen Waldbrand in der Region Aragonien im Nordosten Spaniens. Nach Angaben der Regionalregierung sei der am Donnerstag bei Orés ausgebrochene Brand inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Rund 14.400 Hektar wurden dort vernichtet, sagte Aragoniens Regionalpräsident Jorge Azcón.

Rund 800 Menschen mussten in der Region Guadalajara vorsichtshalber ihre Häuser verlassen und in Notunterkünften übernachten.
Mateo Lanzuela/EUROPA PRESS/dpaMehr als 1.100 Menschen mussten zeitweise ihre Häuser verlassen. Mehr als 400 Einsatzkräfte sowie zahlreiche Löschhubschrauber und Löschflugzeuge kämpften gegen die Flammen.

Ein Hubschrauber unterstützt die Löscharbeiten in dem Gebiet von Guadalajara bei Madrid.
Mateo Lanzuela/EUROPA PRESS/dpaSpanien sowie der iberische Nachbar Portugal und andere europäische Länder werden seit Wochen von einer ganzen Serie an Waldbränden heimgesucht. Bei einem Brand vorige Woche in der südspanischen Region Andalusien starben 13 Menschen – mehrheitlich ältere, in der Provinz Almería wohnende Ausländer, darunter sieben Briten und drei Belgier.