Spülmaschinen-Tabs im Test
: Günstige Produkte schlagen viele teure Marken

Stiftung Warentest hat 16 Geschirrspülmittel untersucht. Mehrere günstige Eigenmarken überzeugten.
Von
Katrin Jokic
Berlin
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Die Stiftung Warentest hat Maschinengeschirrspülmittel getestet.

Die Stiftung Warentest hat Maschinengeschirrspülmittel getestet.

Stiftung Warentest

Teuer bedeutet nicht automatisch sauber: Stiftung Warentest hat 16 Geschirrspülmittel untersucht. Mehrere günstige Eigenmarken überzeugten, während drei Produkte mit „Mangelhaft“ abschnitten. Besonders auffällig: Klassische Tabs schnitten häufig besser ab als flüssige Caps.

Sauberes Geschirr muss nicht teuer sein. Das zeigt ein umfangreicher Test von Stiftung Warentest, bei dem zehn Multitabs und sechs Caps für die Spülmaschine gegeneinander antraten. Nach fünf Monaten, rund 4.700 Spülgängen und der Bewertung von etwa 19.000 Geschirrteilen fällt das Ergebnis deutlich aus: Zahlreiche günstige Produkte können mit teuren Marken nicht nur mithalten, sondern schneiden teilweise besser ab.

Die getesteten Geschirrspülmittel kosteten zwischen etwa 9 und 27 Cent pro Anwendung. Dabei handelte es sich ausschließlich um Multifunktionsprodukte, die Reiniger, Klarspüler und Wasserenthärter miteinander kombinieren.

Tabs schneiden häufig besser ab als Caps

Im Labor mussten die Produkte zeigen, wie zuverlässig sie typische Verschmutzungen beseitigen. Bewertet wurden unter anderem die Reinigungsleistung, das Klarspülen, der Schutz vor Kalkbelägen, die Trocknung und die Materialschonung. Auch die Belastung von Gewässern und die Handhabung der Verpackungen flossen in das Gesamturteil ein.

Damit die Ergebnisse vergleichbar sind, bereiteten die Tester elf unterschiedliche Verschmutzungen nach festen Vorgaben zu. Dazu gehörten unter anderem eingetrocknete Reste von Lasagne, Eigelb und Frühstücksflocken.

Während viele Geschirrspülmittel diese Rückstände zuverlässig entfernten, hatten andere bereits mit gewöhnlichem Alltagsschmutz erhebliche Probleme. Insgesamt überzeugten vor allem mehrere preiswerte Eigenmarken. Flüssige Caps konnten dagegen häufig nicht mit den getesteten Tabs mithalten.

Diese drei Geschirrspülmittel sind im Test durchgefallen

Drei der 16 untersuchten Produkte erhielten das Qualitätsurteil „Mangelhaft“.

Die Edeka Gut & Günstig All in 1 Liquid Caps zeigten deutliche Schwächen bei der Reinigung. Nach Angaben der Tester kamen sie mit einem Großteil der geprüften Verschmutzungen nicht ausreichend zurecht. Das Produkt ist inzwischen allerdings nicht mehr erhältlich.

Bei den Finish Powerball Ultimate Plus Caps kritisierte Stiftung Warentest vor allem die Gewässerbelastung. Laut Anbieter enthielt das getestete Produkt ein Silberschutzmittel sowie ein hoch konzentriertes Tensid. Da belastbare Daten zu dessen Umweltwirkung fehlten, ging das Testteam vorsorglich von einer hohen Giftigkeit für Wasserorganismen aus. Finish hat die Zusammensetzung des Produkts nach dem Test verändert.

Besonders schwerwiegend waren die Probleme bei den Frosch All-in-1 Spül-Tabs Limone. Während der Prüfung bildeten sich so starke Ablagerungen, dass das Sieb der Spülmaschine verstopfte und das Gerät ausfiel. Der Test zur Vermeidung von Kalkbelägen musste deshalb abgebrochen werden. Nach Angaben des Herstellers wurde die Rezeptur der Tabs bereits im Dezember 2025 geändert.

Für Verbraucher ist deshalb wichtig: Die Testergebnisse beziehen sich auf die jeweils geprüften Rezepturen. Produkte, die inzwischen verändert wurden, können heute andere Eigenschaften haben.

Gute Reinigung muss nicht viel kosten

Der Test bestätigt erneut, dass ein hoher Preis kein verlässlicher Hinweis auf eine gute Reinigungsleistung ist. Einige preiswerte Handels- und Drogeriemarktprodukte erzielten in fast allen untersuchten Kategorien überzeugende Ergebnisse. Mehrere deutlich teurere Markenprodukte blieben dagegen hinter den Erwartungen zurück.

Wer beim Kauf auf das Testergebnis und nicht nur auf den Markennamen achtet, kann deshalb dauerhaft Geld sparen. Bei einem Preisunterschied von bis zu 18 Cent pro Spülgang summiert sich die Ersparnis bei regelmäßiger Nutzung schnell auf einen spürbaren Betrag.

So bleibt die Spülmaschine dauerhaft leistungsfähig

Das Geschirrspülmittel allein entscheidet allerdings nicht darüber, ob Teller, Gläser und Besteck sauber aus der Maschine kommen. Auch die Pflege des Geräts spielt eine wichtige Rolle.

Stiftung Warentest empfiehlt, das Maschinensieb regelmäßig zu reinigen. Zusätzlich sollte etwa einmal im Monat ein Programm mit hoher Temperatur laufen. Dadurch können Fett, Speisereste und Ablagerungen entfernt werden, die sich bei häufig genutzten Spar- und Niedrigtemperaturprogrammen im Inneren der Maschine ansammeln.

Eine gepflegte Spülmaschine reinigt nicht nur zuverlässiger. Regelmäßige Wartung kann außerdem dazu beitragen, Ausfälle zu verhindern und die Lebensdauer des Geräts zu verlängern.

Die vollständigen Ergebnisse des Geschirrspülmittel-Tests veröffentlicht Stiftung Warentest in ihrer August-Ausgabe sowie auf ihrem Onlineportal.