Staubilanz vom ADAC: Längere Staus in Mecklenburg-Vorpommern – das sind die Gründe

Laut ADAC Staubilanz für 2024 standen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern länger im Stau. Bild: Abreiseverkehr von Rügen.
Stefan Sauer/dpa- Autofahrer in Mecklenburg-Vorpommern standen 2024 länger im Stau, obwohl Staukilometer sanken.
- Staudauer stieg um 38 Prozent auf 2.549 Stunden, Bremen verzeichnete den höchsten Anstieg.
- Staulänge sank 2024 um 23 Prozent auf 4.399 Kilometer.
- Freitage und Sonntage sind besonders staugefährdet, Spitzenzeiten sind zwischen 10 und 14 Uhr.
- Deutschlandweit stieg die Staudauer um fünf Prozent auf 448.000 Stunden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Autofahrer und Autofahrerinnen in Mecklenburg-Vorpommern standen im vergangenen Jahr mehr Stunden im Stau, obwohl die Anzahl der Staukilometer gesunken ist. Das geht aus der ADAC-Staubilanz für 2024 hervor.
Die Staudauer wuchs im letzten Jahr in Mecklenburg-Vorpommern um 706 auf insgesamt 2.549 Stunden, ein Plus von 38 Prozent. Bezogen auf die Staustunden habe Mecklenburg-Vorpommern damit bundesweit den zweitgrößten Zuwachs zu verzeichnen. Schlechter stehe nur noch Bremen da (53 Prozent), hieß es.
Die Staulänge ist allerdings in Mecklenburg-Vorpommern zurückgegangen. Im Jahr 2024 gab es eine Staulänge von 4.399 Kilometern und damit 1.346 Kilometer oder 23 Prozent weniger als noch 2023.
ADAC Staubilanz für MV stellt Besonderheit fest
Betrachtet man den Wochenverlauf, so hat Mecklenburg-Vorpommern im Gegensatz zu Stadtstaaten wie Hamburg eine Besonderheit. „Ist dort die Mitte der Woche staugefährdet, sind im Urlaubsland MV der Freitag bei der Staulänge und der Sonntag bei der Dauer problematisch – die klassische An- und Abreisetage“, sagte ein Sprecher.
Das spiegele sich auch im Tagesverlauf wider. Die klassische morgendliche Rushhour gibt es nicht, sondern zwischen 10 und 14 Uhr sind die Spitzenzeiten, in denen der Verkehr zum Erliegen kommt.
Den längsten Stillstand in Mecklenburg-Vorpommern gab es am 12. Mai auf der A19 zwischen Waren und Wittstock/Dosse mit einer Länge von 19 Kilometern wegen einer Rückreisewelle nach dem Himmelfahrtswochenende.
ADAC Staubilanz 2024 für ganz Deutschland
Insgesamt gab es im vergangenen Jahr laut ADAC Auswertung in Deutschland mehr Staus und stockenden Verkehr auf den Autobahnen als im Vorjahr. Der Club registrierte auf den deutschen Autobahnen rund 516.000 Staus mit einer Gesamtlänge von rund 859.000 Kilometern. Im Vorjahr waren es noch 504.000 Staus.

Diese Staudauer im Jahresverlauf 2024 hat der ADAC in seiner Staubilanz ermittelt.
ADACBildquelle: ADAC
Die Gesamtdauer der Staus betrug 448.000 Stunden, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem es noch 427.000 Stunden waren. Gründe für den Anstieg sind das gestiegene Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen, das vier Prozent beträgt, und die Vielzahl der Baustellen.
Bundesweit der staureichste Tag im Jahr 2024 war laut ADAC der 17. Mai, der Freitag vor dem Pfingstwochenende. Ebenfalls staureich war der 8. Mai, der Tag vor Christi Himmelfahrt, mit rund 2.300 Staustunden und knapp 5.000 Staukilometern.

