Stromausfall: Diese Dinge sollte jeder zu Hause haben

Eine Person zündet mit einem Feuerzeug ein Teelicht an. Was braucht man für einen Stromausfall.
Jessica Lichetzki/dpaZehntausende Menschen mitten im Winter ohne Strom, Heizung und warmes Essen, Dunkelheit und ein Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften: Der Anschlag auf die Berliner Stromversorgung vom 3. Januar 2026 hat für die Hauptstadt dramatische Folgen, die noch tagelang zu spüren sein werden. Von dem so ausgelösten Stromausfall waren zunächst 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Unternehmen betroffen. Inzwischen wurden 14.000 Haushalte und 500 Gewerbekunden wieder angeschlossen. Betroffen sind die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde, in denen es viele Einfamilienhäuser und Villensiedlungen gibt, aber auch Hochhäuser. Die Sorge vor weiteren Angriffen auf die Stromversorgung wächst. Was benötigt man zu Hause für den Fall eines Stromausfalls?
Licht und Energieversorgung während eines Stromausfalls
Bei Stromausfall ist es essenziell, um sich bei Dunkelheit zurechtzufinden. Was man unbedingt zu Hause haben sollte, sind Taschenlampen, Stirnlampen, Ersatzbatterien, batteriebetriebene Laternen, Solarlichter, Kerzen, Streichhölzer und Feuerzeuge. Powerbanks, externe Akkus, die solar- oder handkurbelbetrieben sind, und im Idealfall ein Generator (für draußen) gehören ebenfalls auf die Liste.
Vorrat an Wasser und Lebensmittel für den Notfall
Damit man mehrere Tage autark ist, benötigt man mindestens zwei Liter Wasser pro Person pro Tag. Dazu rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Das macht pro Person 6 Liter Wasser für drei Tage Stromausfall. Hinzu kommt ein Vorrat an nicht verderblichen Lebensmitteln. Das können Dosen, Reis, Nudeln oder Energieriegel sein. Zu den Konservendosen gehört ein manueller Dosenöffner. Wer Haustiere hat, muss zusätzlichen Vorrat für Haustiere anlegen.
Kommunikation, wenn der Strom ausfällt
Ein batteriebetriebenes oder ein Kurbel-Radio sollte jeder zu Hause haben, um sich während eines Stromausfalls zu informieren, Nachrichten und Warnungen zu erhalten. Notfallkontakte und wichtige Telefonnummern sollte man schriftlich in einer Notfallkiste hinterlegen. Außerdem wird empfohlen, sich physische Karten und Landkarten anzuschaffen, falls GPS und Internet ausfallen.
Gesundheit und Hygiene ohne Strom
Nicht nur Licht, Nahrung und Kommunikation sind wichtig. Auch an Gesundheit und Hygiene muss während eines Stromausfalls gedacht werden. Ein Erste-Hilfe-Set mit Verbandsmaterial und Schmerzmitteln gehört in die Notfallkiste - Medikamente und Hygieneartikel wie Toilettenpapier, Seife, Desinfektionsmittel, ebenfalls.
Geld und Dokumente in die Notfallkiste
Kopien von wichtigen Dokumenten, wie Ausweis und Versicherung, sollten in einer wasserdichten Hülle aufbewahrt werden. Bargeld in kleinen Scheinen gehört ebenfalls zu dem Notfallvorrat.
Ausstattung und Komfort
Damit man einen Stromausfall gut übersteht, braucht man Wolldecken und warme Kleidung sowie einen Camping-/Gaskocher oder alles, um den Grill draußen anzuwerfen. Dazu gehören Müllbeutel, Taschenmesser, Mehrzweck-Werkzeuge sowie Spiele und Bücher.
Tipps für die Vorbereitung auf Stromausfall
Haushalte sollten stets auf einen Stromausfall vorbereitet sein. Ein Notfallvorrat sollte vorbereitet werden und das Notfallset mit Licht und wichtigen Dingen, die man sofort benötigt, sollte griffbereit gelagert werden. Lebensmittel, Medikamente und Batterien müssen dabei regelmäßig geprüft und erneuert werden, falls sie abgelaufen sind. Eine vollständige Liste für den Notfallvorrat, den jeder zu Hause haben sollte, gibt es vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

