Stromausfall in Deutschland: Diese Vorsorge sollte jeder für zu Hause treffen

Blackout: Für den Fall eines mehrtägigen Stromausfalls sollte neben technischen Vorbereitungen auch ein Vorrat an Lebensmitteln angelegt werden. Eine offizielle Liste hilft bei der Mengen-Kalkulation.
Thomas Warnack/dpaIn Spanien, Portugal und im Südwesten Frankreichs kam es am Montag, dem 28. April 2025 zu einem massiven Stromausfall, von dem Millionen Menschen betroffen waren. Noch am Folgetag dauerte die Wiederherstellung der Netzversorgung an. Neben eingeschränktem Handyempfang funktionierten Ampeln nicht mehr, Internet-Netzwerke waren nicht mehr benutzbar und Menschen blieben in Fahrstühlen stecken, wie spanische Medien berichteten.
Wie bereitet man sich in Deutschland für den Notfall vor? Was sollte jeder Bürger als Vorrat an Lebensmitteln zu Hause haben, wenn der Strom für mehrere Tage ausfällt? Hier gibt es die offizielle Liste der Empfehlungen:
Stromausfall in Deutschland: Vorbereitung für den Notfall
Der Kühlschrank funktioniert nicht mehr, Heizsysteme (elektrisch betriebene) fallen aus, der Herd springt nicht an, WLAN geht nicht mehr und bargeldlos lässt sich nicht mehr bezahlen: Ein Stromausfall betrifft deutlich mehr Bereiche als nur die Beleuchtung und die elektrische Versorgung von Handys, Laptop und Co. Welche Maßnahmen sollte man für den Fall eines Blackouts bereits im Vorhinein treffen? Die folgenden Punkte empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe:
- Heizung: Prüfen, ob eine alternative Heizquelle zu Hause installiert werden kann. Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz anlegen, wenn Kamin oder Ofen vorhanden ist.
- Taschenlampen bereithalten (batteriebetrieben oder mit Ersatzbatterien, solarbetrieben, Kurbeltaschenlampen, LED-Leuchten, Ersatzbirnen und mehrere Geräte als Reserve)
- Vorrat an Kerzen sowie Streichhölzern oder Feuerzeugen anlegen
- Camping- oder Outdoor-Lampen besorgen (batteriebetrieben oder mit Ersatzbatterien, LED-Leuchten, Petroleumlaternen mit passendem Brennstoff; Wichtig: Immer auf Brandgefahr achten!)
- Campingkocher, Garten- oder Tischgrill mit Holzkohle oder Gas (nicht im Haus verwenden – Erstickungsgefahr!) besitzen, um bei einem Stromausfall warme Mahlzeiten zubereiten zu können.
- Ersatzakkus und Powerbanks für elektronische Geräte bereithalten (ggf. solarbetrieben)
- Bargeldvorrat anlegen (Geldautomaten funktionieren bei Stromausfall nicht)
- Batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereitstellen, um Behördenmitteilungen zu empfangen
Blackout: Liste mit Lebensmitteln, die jeder auf Vorrat haben sollte
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat darüber hinaus einen Ratgeber herausgegeben, der Tipps für die Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notfallsituationen zusammenfasst. Dazu gibt es auch eine Checkliste für den ausreichenden Vorrat zu Hause. Ausgelegt ist diese Liste auf eine Notfallsituation, in der zehn Tage lang von den eigenen Vorräten gelebt werden muss. Pro Person wird vom Bundesamt folgender 10-Tage-Vorrat empfohlen:
- Getränke: 20 Liter (zum Trinken und Kochen)
- Getreide und Getreideprodukte: 3,5 Kilogramm
- Gemüse und Hülsenfrüchte: 4,0 Kilogramm
- Obst und Nüsse: 2,5 Kilogramm
- Milch und Milchprodukte: 2,6 Kilogramm
- Fisch, Fleisch, Eier: 1,5 Kilogramm
- Fette und Öle: 375 Gramm
- Nach Belieben sonstige Produkte wie Schokolade, Marmelade, Fertiggerichte, Kekse, Honig, Zucker
Checkliste für den Vorrat im Notfall als PDF zum Herunterladen
Die komplette Checkliste für den 10-Tages-Vorrat gibt es auch als PDF zum Download im Internet. Die Liste und den Katastrophenratgeber gibt es hier auf der Seite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Notfall-Vorrat genau berechnen
Passgenau errechnen lässt sich der Notfall-Vorrat mit einem Vorratskalkulator. Diesen bietet beispielsweise das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf seiner Internetseite. Der Kalkulator lässt sich individuell auf Personen im Haushalt und die Anzahl der Vorratstage einstellen.