Trump gegen Harvard: Diese Top-Anwälte führen den Milliarden-Kampf

Das Logo der Harvard University prangt an einem Gebäude der Hochschule.
Charles Krupa/AP/dpaDie Harvard University befindet sich derzeit in einem Streit mit der Trump-Regierung, welche Fördergeldern stoppen will, um die Universität zu politischen Reformen zu zwingen. Harvard weigert sich jedoch, den Forderungen nachzugeben, und betont, dass sie ihre Unabhängigkeit und verfassungsmäßigen Rechte nicht aufgeben wird. In der Auseinandersetzung hat sich die Universität jetzt die langjährige Kanzlei von Elon Musk, Quinn Emanuel, sowie zwei Washingtoner Insider mit starken republikanischen Verbindungen zu Hilfe geholt.
US-Regierung vs. Harvard Universität
Die US-Regierung unter Donald Trump hat nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) Fördermittel in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar sowie 60 Millionen Dollar an Verträgen für die Elite-Universität Harvard eingefroren. Die Regierung fordert unter anderem, dass ausländische Studierende bei Regelverstößen an Bundesbehörden gemeldet werden müssen, eine Überprüfung der Meinungsvielfalt auf dem Campus und eine Abschaffung von Diversitätskriterien bei Zulassungen und Einstellungen.
Harvard weigert sich, diesen Forderungen nachzukommen. Präsident Alan Garber betont, die Universität werde weder ihre Unabhängigkeit noch ihre verfassungsmäßigen Rechte aufgeben. Die Regierung dürfe nicht vorschreiben, was gelehrt oder geforscht wird oder wer Zugang zur Universität erhält. Um ihre Interessen gegenüber der US-Regierung durchzusetzen, lässt sich die Universität laut The Associated Press dabei von zwei profilierten Anwälten vertreten.
Beide Anwälte sind bekannt in konservativen Rechtskreisen und waren zuvor für prominente Posten im Trump-Umfeld ausgewählt. „Das ist eine kluge Entscheidung von Harvard“, kommentierte Kermit Roosevelt, Juraprofessor an der University of Pennsylvania, die Auswahl. „Sie suchen Leute, die die Regierung nicht einfach als linke Aktivisten abtun kann.“
Robert Hur

Robert Hur, Sonderbeauftragter des Justizministeriums, trifft vor einer Anhörung des Justizausschusses des Repräsentantenhauses im Rayburn House Office Building auf dem Capitol Hill ein.
Nathan HowardRobert K. Hur ist ein US-amerikanischer Jurist, geboren 1973 in New York City als Sohn südkoreanischer Eltern. Er studierte an der Harvard University, der University of Cambridge und der Stanford Law School. Von 2018 bis 2021 war er nach der Nominierung durch Donald Trump US-Staatsanwalt für Maryland. 2023 untersuchte er unter Justizminister Merrick Garland Präsident Bidens Umgang mit geheimen Dokumenten. Der Abschlussbericht erhob zwar keine Anklage, stellte Bidens geistige Verfassung jedoch in einem kritischen Licht dar. Hur ist Partner bei King & Spalding in Washington, D.C.
William Burck
William A. Burck ist ein US-amerikanischer Spitzenanwalt, geboren 1971, der an der Yale University studierte. Als ehemaliger Jurist im Weißen Haus unter Präsident George W. Bush vertrat er auch bereits mehrere Vertraute von Donald Trump (unter anderem Steve Bannon) und arbeitete als Bundesanwalt in New York City. Aktuell ist er Global Co-Managing Partner bei Quinn Emanuel in Washington, D.C. 2025 wurde er laut Reuters von der Trump Organization als externer Ethikberater engagiert.
