Tsunami-Warnung im Pazifik: Livestreams zeigen große Wellen vor Japan

Tsunami-Alarm nach Erdbeben vor Russland. Livestreams beobachten die Lage vor Hawaii (im Bild: Honolulu) und Japan.
DARRYL OUMI/AFPIm gesamten Pazifik-Raum gilt aktuell eine Tsunami-Warnung. Aufgrund eines starken Erdbebens in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (30. Juli 2025) vor der russischen Halbinsel Kamtschatka. Aktuell gibt es zudem zahlreiche Nachbeben vor der Küste Russlands, sogar in Brandenburg wurde das Beben registriert.
Tsunami-Livestreams beobachten aktuell die Lage vor Japan und Hawaii. Vor Japan sind zur Mittagszeit (deutsche Zeit) größer werdende Wellen zu beobachten, die bereits die Wellenbrecher vor der Küste überfluten.
Tsunami-Livestreams in Japan
Die japanischen Behörden stuften ihre Tsunami-Warnung am Vormittag (Ortszeit) hoch: An der Pazifikküste drohten demnach bis zu drei Meter hohe Flutwellen, vor denen Anwohner in höher gelegenen Gegenden Schutz suchen sollten, meldet die Deutsche Presseagentur. Ein Livestream des asiatischen Nachrichtensenders CNA zeigt die aktuelle Lage in Japan:
Am Vormittag waren bereits zunehmend höhere Flutwellen gemeldet worden. Wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete, wurden an der Küste der nördlichen Präfektur Hokkaido sowie der Präfektur Iwate im Nordosten inzwischen Flutwellen mit einer Höhe von 60 Zentimetern registriert. In einem Hafen der nordöstlichen Präfektur Iwate sei eine 1,30 Meter hohe Welle registriert worden, berichteten lokale Medien.
Japans nationale meteorologische Behörde rief die Menschen auf, sich in höher gelegene Gebiete oder Evakuierungsgebäude zu begeben. Sie sollten trotz der enormen Sommerhitze dort auch vorerst bleiben. In dem fernöstlichen Inselreich wurde heute in Tamba in der Präfektur Hyogo eine Rekordtemperatur von 41,2 Grad Celsius gemessen, wie die Wetterbehörde weiter mitteilte.
Fukushima evakuiert
Der Betreiber des zerstörten Kernkraftwerks Fukushima, Tepco, hat alle Arbeiter in Sicherheit gebracht. Die Kühlung der zerstörten Reaktoren blieb stabil, der Betrieb wurde vorsorglich gestoppt.
Auch Tsunami-Livestreams auf Hawaii beobachten die Lage
Das staatliche Tsunami-Frühwarnsystem in den USA warnt vor Wellen von bis zu drei Metern Höhe. Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka ist es bereits zu Überschwemmungen gekommen. Es habe vier Tsunami-Wellen gegeben, sagte Alexander Owsjannikow, Verwaltungschef im Kreis Sewero-Kurilsk auf der Insel Paramuschir.
Küstenbewohner auf Hawaii sollten die gefährdeten Gebiete sofort verlassen oder in mindestens zehnstöckigen Gebäuden Schutz suchen, hieß es. Außerdem sollten Schiffe auf Geheiß der US-Küstenwache die Häfen von Hawaii verlassen, um nicht von den Wellen an Land gespült zu werden. Für Hawaii werden erste Wellen US-amerikanischen Nachrichtensender zufolge gegen kurz nach 7 Uhr deutscher Zeit erwartet. Auch für Alaskas Westküste wurde eine Tsunami-Warnung erlassen. Weiter entfernte Pazifikstaaten wie die Philippinen und Indonesien wappneten sich ebenfalls für drohende Flutwellen. Das lokale Fernsehen auf Hawaii zeigt Live-Cams von Stränden, um mögliche Bewegungen zu beobachten:
Japans nationale meteorologische Behörde rief die Menschen auf, sich in höher gelegene Gebiete oder Evakuierungsgebäude zu begeben. Sie sollten trotz der enormen Sommerhitze dort auch vorerst bleiben. In dem fernöstlichen Inselreich wurde heute in Tamba in der Präfektur Hyogo eine Rekordtemperatur von 41,2 Grad Celsius gemessen, wie die Wetterbehörde weiter mitteilte.
AA warnt Deutsche in den USA und Russland vor Tsunami-Gefahr
Aktuell warnt das Auswärtige Amt deutsche Reisende in zahlreichen Ländern. Welche Länder betroffen sind und weitere Informationen zu den Warnungen halten wir hier aktuell.

Eine Tsunami-Warnkarte der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) zeigt die aktuellen Tsunami-Warnungen (rot; betroffen sind Hawaii und Kamschatka), Hinweise (orange; betroffen ist die Westküste der USA), Beobachtungen (gelb) und Bedrohungen (lila).
NOAA