Unwetter auf Lanzarote: Notstand auf beliebter Urlaubsinsel nach starken Regenfällen

Unwetter auf Lanzarote: Heftige Regenfälle führten auf der beliebten Urlaubsinsel am Wochenende zum Notstand. Überflutungen, erheblichen Schäden sowie gesperrte Straßen. Foto: Schlamm liegt nach starken Regenfällen auf einer Straße.
Europa Press Canarias/EUROPA PRESS/dpaUnwetter auf Lanzarote: Touristen fliehen vor den Wassermassen, die die Straßen runter rauschen. Heftige Regenfälle haben am Wochenende für Überflutungen auf der beliebten Urlaubsinsel gesorgt. Was Reisende jetzt wissen müssen.
Erst kürzlich gab es verheerende Gewitter auf Gran Canaria und auf dem spanischen Festland. Jetzt hat es auch Lanzarote getroffen. Auf der beliebten spanischen Atlantikinsel wurde der Notstand ausgerufen, nachdem am Samstag, dem 12. April, innerhalb von nur zwei Stunden außergewöhnlich große Regenmengen gefallen waren.
Unwetter Lanzarote: Massive Regenmengen in Arrecife und Costa Teguise
Besonders betroffen waren die Inselhauptstadt Arrecife und der Touristenort Costa Teguise. In Arrecife wurden laut der Zeitung „Tiempo de Canarias“ rund 61 Liter Regen pro Quadratmeter registriert, während es in Costa Teguise sogar 97,5 Liter pro Quadratmeter waren.
Die starken Regenfälle führten zu erheblichen Schäden: Häuser und Garagen wurden überflutet, und zahlreiche Straßen verwandelten sich in reißende, schlammige Flüsse. Videoaufnahmen zeigen, wie die braunen Fluten unter Brücken hindurchströmen und Autos auf den überschwemmten Straßen feststecken. Aufgrund der Wassermassen mussten mehrere Straßen auf Lanzarote gesperrt werden.
Regierung ruft Notstand aus
Laut Enrique Espinosa, dem Chef des Katastrophenschutzes der Regionalregierung, gingen rund 300 Notrufe ein. Viele davon kamen aus den am stärksten betroffenen Gemeinden Arrecife und Teguise. Die Regierung der Kanarischen Inseln hatte zuvor den Notstand im Rahmen des Sonderplans für Katastrophenschutz und Notfallhilfe wegen Überschwemmungsgefahr (PEINCA) ausgerufen.
Laut dem kanarischen Nachrichtenportal tiempodecanarias wurde der Notstand inzwischen aufgehoben, jedoch sind die Einsatzkräfte weiterhin mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Das wird sicher noch eine Weile dauern und Reisende müssen mit Behinderungen rechnen.