Unwetter in Deutschland: Karte zeigt, wo Gewitter und Hagel drohen

Hier drohen heute Gewitter in Deutschland.
Alexander Wolf/onw-images/dpaBesonders hoch ist das Unwetterrisiko im Süden und Südosten, doch auch in anderen Landesteilen können sich im Tagesverlauf teils heftige Gewitter entwickeln. Wo aktuell Warnungen gelten, zeigt die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Ob Hagel entsteht, ist allerdings lokal unterschiedlich. Dieser kann als Begleiterscheinung von Gewittern auftreten, muss aber nicht. Die Karte aktualisiert sich spätestens nach 10 Minuten.
Gewitter breiten sich im Tagesverlauf aus
Nach Angaben des DWD dehnt sich ein Tiefdrucksystem von Westeuropa nach Deutschland aus. Mit einer südwestlichen Strömung gelangt feucht-warme Luft ins Land. Dadurch steigt die Gewittergefahr deutlich an.
Zunächst liegt der Schwerpunkt im Süden Deutschlands. Am Nachmittag weitet sich die Gewittergefahr bis nach Sachsen aus. Gleichzeitig können sich auch in den übrigen Landesteilen örtlich kräftige Gewitter bilden.
Der DWD erwartet dabei verbreitet Starkregen, Hagel und Sturmböen.
Besonders hohe Unwettergefahr im Südosten
Das größte Risiko für schwere Unwetter besteht nach Angaben des Wetterdienstes im Südosten Deutschlands und insbesondere in Bayern.
Dort können kräftige Gewitter heftigen Starkregen mit mehr als 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit bringen. Außerdem sind größerer Hagel sowie schwere Sturmböen bis hin zu Orkanböen möglich.
Die Windgeschwindigkeiten können dabei zwischen 100 und mehr als 120 km/h erreichen.
Hagel und Starkregen auch in anderen Regionen möglich
Auch außerhalb des Südostens sind kräftige Gewitter möglich. Der DWD rechnet bei Gewittern mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit.
Hinzu kommen Hagel und Sturmböen. In einzelnen Gewittern können die Böen Geschwindigkeiten zwischen 75 und 100 km/h erreichen.
Vereinzelt sind auch in anderen Teilen Deutschlands unwetterartige Entwicklungen nicht ausgeschlossen.
Bis zu 32 Grad vor den Gewittern
Am Freitag zeigt sich das Wetter regional sehr unterschiedlich. Im Süden Bayerns bleibt es zunächst noch länger freundlich und trocken. In vielen anderen Regionen entwickeln sich bereits am Vormittag von Südwesten her Schauer und Gewitter.
Die Temperaturen steigen auf 22 bis 29 Grad. Im äußersten Südosten sind noch einmal bis zu 32 Grad möglich.
Dazu weht ein mäßiger bis frischer Süd- bis Südwestwind. Vor allem in der Westhälfte kann dieser auch unabhängig von Gewittern stark böig auffrischen.
In der Nacht nimmt die Gewittergefahr ab
In der Nacht zum Samstag schwächt sich die Gewitteraktivität in vielen Regionen allmählich ab.
Im Südosten bleibt das Wetter zunächst noch unruhiger. Dort fällt gebietsweise schauerartig verstärkter und teils gewittriger Regen. Vor allem im Südosten Bayerns können Gewitter lokal erst in der zweiten Nachthälfte endgültig abklingen.
Anfangs sind dort weiterhin Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter, Hagel und Sturmböen um 80 km/h möglich.
Am Samstag beruhigt sich die Lage vielerorts
Am Samstag entspannt sich die Wetterlage vor allem im Süden. Nach einem teils sonnigen Start bilden sich zwar Quellwolken, Schauer bleiben aber meist die Ausnahme.
Anders sieht es in Nordseenähe aus. Dort kann es zeitweise schauerartig regnen. Zum Abend wird es auch im Westen wieder häufiger nass.
Die Höchstwerte liegen am Samstag zwischen 21 und 27 Grad.
