USA greifen Venezuela an: Warnung an Deutsche in Venezuela

Ein bewaffneter Zivilist nimmt an einem regierungsfreundlichen Protest teil, bei dem die Freilassung von Präsident Nicolas Maduro und der First Lady Cilia Flores gefordert wird, einen Tag nachdem die US-Streitkräfte sie gefangen genommen und in die Vereinigten Staaten ausgeflogen haben.
Ariana Cubillos/dpaNachdem die US-amerikanischen Streitkräfte am 3. Januar 2026 in Venezuelas Hauptstadt Caracas und weiteren Landesteilen Luftschläge durchgeführt, den Präsidenten Maduro festgenommen und außer Landes gebracht haben, ist die Lage in dem Land unübersichtlich, wie es das deutsche Auswärtige Amt auf seiner Webseite schreibt. Davor warnt die Bundesregierung die Deutschen in Venezuela.
Davor warnt das Auswärtige Amt die Deutschen in Venezuela
Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen nach Venezuela. Aufgrund der Lage in dem Land werden Deutsche aufgefordert, an einem sicheren Ort zu bleiben und dort auszuharren. Die aktuelle Nachrichtenlage in den internationalen und lokalen Medien soll verfolgt werden, um sich zu informieren. Wer sich in Venezuela aufhält, sollte auf einen ausreichenden Vorrat achten. Zu einem Vorrat gehörten neben Wasser und Lebensmitteln auch Medikamente und Bargeld.
Außerdem soll den Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte unbedingt gefolgt werden. Wer es bis jetzt nicht getan hat, solle sich auf der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts registrieren oder prüfen, ob die dort hinterlegten Daten noch aktuell sind. Angebracht sei auch die Funktion der Notfall-Benachrichtigungen per SMS, die man freistellen solle. Wer Venezuela bereits verlassen hat, soll das in der Liste vermerken.
Bei der Einreise nach Venezuela oder bei der Ausreise müssen Ausländer mit verschärften, langwierigen Personenkontrollen und Befragungen rechnen. Es komme, laut Auswärtigem Amt, immer wieder zu Einreiseverweigerungen oder Verhaftungen deutscher und anderer EU-Staatsangehöriger. Eine Betreuung von den deutschen Vertretungen in Venezuela sei in diesen Fällen bisher nicht möglich.
Das sollen Deutsche in Venezuela jetzt vermeiden
Deutsche werden dazu aufgerufen, jegliche Bewegungen zu vermeiden. Besonders Fahrten zum Flughafen sollen vermieden werden. Zum Flughafen solle man nur fahren, wenn die Fluggesellschaft bestätigt, dass der Flug tatsächlich durchgeführt wird.
Außerdem sollen Deutsche in Venezuela Demos und Menschenansammlungen weiträumig meiden. Es sollen keine Fotos von Menschenansammlungen, Sicherheitskräften, öffentlichen Gebäuden oder militärischen Einrichtungen gemacht werden.

