Shopping Corona Einkaufen: Was die Länder zu verkaufsoffenen Sonntagen vor Weihnachten planen

Kein verkaufsoffener Sonntag im Advent.
dpaBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schlägt mehr verkaufsoffene Sonntage im kommenden Jahr vor. Mit Blick auf die Umsatzausfälle bei vielen Einzelhändlern in der Corona-Krise sagte Altmaier der „Bild“, dass er an alle Landesregierungen und Kommunen die Bitte gerichtet habe, „mit den Öffnungszeiten möglichst großzügig und flexibel umzugehen“.
Verkaufsoffene Sonntage vor Weihnachten?
Doch wie sieht das noch in dieserm Jahr aus? Wegen Corona entfallen in diesem Jahr zumeist die verkaufsoffenen Sonntage im Weihnachtsgeschäft. Das ist durch eine Entscheidung des OVG Münster noch klarer geworden. Die Richter verbieten nach einer Klage der Gewerkschaft verdi die Ladenöffnung an vier Sonntagen im Advent sowie am Sonntag nach Neujahr.
Was Baden-Württemberg betrifft, so hatte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bereits im August gesagt, dass es 2020 keine verkaufsoffenen Sonntage geben könne, da diese laut Gesetz an lokale Veranstaltungen wie traditionelle Märkte, Messen und Festtage gebunden sind. Da in Corona-Zeiten nichts davon stattfinden kann, fällt dem Virus auch das Shopping zum Opfer.
Keine Sonntagsöffnung und 10-20 Quadratmeter Mindestfläche
Für den Einzelhandel ist das Urteil aus Münster ein weiterer Rückschlag, nachdem die NRW-Regierung die fünf Sonntage eigens in der Corona-Verordnung festgeschrieben hatte, um den Andrang zu entzerren. Die Richter äußerten im Eilverfahren jedoch „erhebliche Zweifel an der Eignung der Sonntagsöffnung, das Infektionsrisiko einzudämmen“.
Man könne nicht annehmen, dass sich das Kundenaufkommen des Samstags auch auf den Sonntag verteilen werde, glaubt das Gericht. Außerdem wurde befürchtet, dass „mangels Möglichkeiten der Freizeitgestaltung“ zusätzliche Kunden in die Innenstädte kommen könnten. Das stehe jedoch im Widerspruch zum Infektionsschutzgesetz.
Im Zusammenspiel mit der neuen Mindestfläche von 10 bis 20 Quadratmetern, die beim Corona-Gipfel von Bund und Ländern beschlossen wurde, dürfte es der stationäre Einzelhandel im Weihnachtsgeschäft nun sehr schwer haben. Ein verkaufsoffener Sonntag am 20. Dezember in Berlin wird indes offenbar komplett gestrichen.
