Vulkanausbruch auf Island
: Jede Menge Lava – so heftig ist der Ausbruch, die Folgen

Der heftige Vulkanausbruch auf Island zeigt die unbändige Kraft der Natur. Die Isländer hatten ihn längst erwartet. Das sind die aktuellen Folgen.
Von
dpa, tw
Reykjavik
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  • Menschen beobachten, wie der Nachthimmel nach dem Ausbruch eines Vulkans auf der Halbinsel Reykjanes im Südwesten Islands von der Hauptstadt Reykjavik aus gesehen erhellt wird. Auf der Reykjanes-Halbinsel in Island ist ein Vulkan ausgebrochen.

    Menschen beobachten, wie der Nachthimmel nach dem Ausbruch eines Vulkans auf der Halbinsel Reykjanes im Südwesten Islands von der Hauptstadt Reykjavik aus gesehen erhellt wird. Auf der Reykjanes-Halbinsel in Island ist ein Vulkan ausgebrochen.

    Brynjar Gunnarsson/dpa
  • Dieses Bild, das aus einem von der isländischen Küstenwache zur Verfügung gestellten Video stammt, zeigt ihren Hubschrauber, der in der Nähe von Magma fliegt, das auf einem Hügel in der Nähe von Grindavik auf der isländischen Halbinsel Reykjanes fließt.

    Dieses Bild, das aus einem von der isländischen Küstenwache zur Verfügung gestellten Video stammt, zeigt ihren Hubschrauber, der in der Nähe von Magma fliegt, das auf einem Hügel in der Nähe von Grindavik auf der isländischen Halbinsel Reykjanes fließt.

    dpa
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Der Vulkanausbruch auf der isländischen Reykjanes-Halbinsel hat etwas an Stärke abgenommen. Das sagte Geowissenschaftler Magnús Tumi Gudmundsson am Dienstagmorgen (19. Dezember) dem isländischen Rundfunksender RÚV. Es fließe aber weiterhin eine beträchtliche Menge an Lava.

Gudmundsson erklärte im Fernsehen, dass schon wenige Stunden nach Beginn der Eruption nördlich des Ortes Grindavík ungefähr doppelt so viel Lava ausgetreten sei wie beim bislang letzten Vulkanausbruch in Island im Sommer dieses Jahres.

Alle Straßen nach Grindavík sollten für die nächsten Tage geschlossen werden, teilte die örtliche Polizei auf Facebook mit. Sie forderte dazu auf, sich vom Vulkangebiet fernzuhalten. Die dort austretenden Gase könnten giftig sein. Der Flugverkehr von und nach Island sei nicht beeinträchtigt, teilte die isländische Regierung mit. Der Flughafen Keflavík sei demnach weiterhin gut zu erreichen.

Der Ausbruch begann am späten Montagabend. Im Laufe der Nacht bildete sich eine mehrere Kilometer lange Spalte, aus der Lava floss - die Rede war von etwa 100 bis 200 Kubikmetern Lava pro Sekunde.

Der Ausbruch nahe des Fischerdorfes Grindavík war befürchtet worden - in den vergangenen Wochen hatten sich dort Dutzende Erdbeben ereignet. Die rund 4000 Einwohner mussten deswegen im November 2023 ihre Häuser verlassen. Grindavík liegt auf der Reykjanes-Halbinsel südwestlich der Hauptstadt Reykjavik. In den vergangenen drei Jahren kam es dort mehrfach zu Erdbebenserien und Vulkanausbrüchen.

Erdbeben gehören zum Alltag auf Island - Vulkanausbrüche sind ebenfalls keine Seltenheit. Der jetzige Vulkanausbruch ist der vierte in Island innerhalb von zwei Jahren. Island ist mit mehr als 30 aktiven Vulkansystemen die größte und aktivste Vulkanregion Europas. Der Inselstaat liegt auf dem sogenannten Mittelatlantischen Rücken, der die eurasische und die nordamerikanische Erdplatte trennt.

Erinnerung an Eyjafjallajökull von 2010

Einer der wohl bekanntesten Vulkanausbrüche auf Island ist der von April 2010. Als damals der Eyjafjallajökull ausbrach, führten die Aschewolken zum längsten Flugverbot in Europa. Hunderttausende Menschen saßen europaweit auf Flughäfen fest.

Flüge nach Island: So steht es um die Luftfahrt aktuell

Das ist aktuell nicht der Fall: Für die Luftfahrt war nur vorübergehend die rote Warnstufe ausgerufen worden, diese wurde dann aber wieder auf orange herabgestuft. Der Flughafenbetreiber Isavia erklärte auf seiner Website, derzeit gebe es bei Starts und Landungen am internationalen Hauptstadtflughafen Keflavik keinerlei Behinderungen.