Wal in der Ostsee aktuell
: Im Livestream - Wie geht es dem Buckelwal vor der Insel Poel?

Auch am heutigen Mittwoch soll um das Leben des gestrandeten Wals in der Ostsee gekämpft werden. Wie ist die Lage aktuell? Alle Infos im Text und im Livestream.
Von
Daniel Steiger
Wismar
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Weitere Entwicklung zum Buckelwal in der Ostsee: 21.04.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Kirchdorf (poel): Helfer sind direkt am Buckelwal vor der Insel Poel im Einsatz und bespritzen das Tier mit Wasser. Der Wal liegt an der gleichen Stelle wie am Vorabend. Eine privaten Initiative versucht seit Tagen den Wal zu retten. Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Foto vom Dientag: Helfer sind direkt am Buckelwal vor der Insel Poel im Einsatz und bespritzen das Tier mit Wasser.

Jens Büttner/dpa

Auch am heutigen Mittwoch richten sich viele Blicke auf das Schicksal des gestrandeten Buckelwals vor der Insel Poel. Wie geht es dem Tier aktuell? Sollen die Rettungsarbeiten dort weitergehen? Alle Infos hier im Text und im Livestream.

Der Livestream zum Wal in der Ostsee

Lebt der Wal in der Ostsee noch?

Nachdem der Buckelwal am Montag bei steigendem Wasserspiegel mehrere Kilometer weit geschwommen ist, liegt er nun wieder reglos da. Wie geht es dem Tier aktuell? Nach Aussage von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) ist der Wal kurzatmig und in einem kritischen Zustand, aber dennoch vital und habe eine Chance. Mittlerweile wurde ein Sender an dem Buckelwal befestigt. Für den Fall, dass er sich aus seiner Lage befreien kann, lassen sich seine Bewegungen nachverfolgen.

Gestrandeter Buckelwal - Was aktuell geplant ist

Ein kräftig gesunkener Wasserstand macht den Helfern des gestrandeten Buckelwals in der Bucht der kleinen Ostsee-Insel Poel zu schaffen. Nachdem sie den ganzen Tag damit beschäftigt waren, Schlick unter dem tonnenschweren Tier abzusaugen und wegzublasen, lag es am Abend wie erhofft tiefer im Wasser. Das lindert seine Not, weil der Wal in zu flachem Wasser von seinem eigenen Gewicht erdrückt werden könnte.

In der Abenddämmerung fütterten Helfer den rund zwölf Meter langen Meeressäuger mit Makrelen. Das war vor allem als Animation gedacht. Das Niedrigwasser wird die Arbeit der Helfer weiter erschweren. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sagt für Mittwoch erneut einen Wasserstand von bis zu 30 Zentimetern unter Normal voraus. Da der Wal nun in einer künstlich frei geblasenen Kuhle liegt, dürfte es für ihn umso schwerer werden, sich daraus wegzubewegen.

Um zu verhindern, dass der Wal noch weiter in den ausgedehnten Flachwasserbereich am Ausgang der Bucht gerät, sollten mit Sand gefüllte Säcke in seinem Rücken im Wasser platziert werden. Doch aktuell ist in Livestreams nichts davon zu sehen. Die Säcke, so schilderte Backhaus die Idee, sollten den Wal davon abhalten, sich noch weiter vom tiefen Fahrwasser wegzubewegen.