Wal in der Ostsee
: Heute im Livestream - Wo ist der Buckelwal aktuell?

Seit Wochen bewegt das Schicksal des mehrfach gestrandeten Buckelwals in der Ostsee die Gemüter. An den vergangenen Tagen wurde ein erneuter Rettungsversuch durchgeführt. Hier gibt es die aktuellen Entwicklungen im Livestream.
Von
Daniel Steiger
Wismar
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Rettungsaktion für den Buckelwal: 18.04.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Wismar: Der Buckelwal vor der Insel Poel. Der Rücken ist mit Tüchern abgedeckt. Für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal gibt es einen Rettungsversuch. Umgesetzt werden soll das Konzept von einer privaten Initiative. Foto: Stefan Sauer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Bild vom Wochenende: Der gestrandete Buckelwal vor der Insel Poel. Der Rücken ist mit Tüchern abgedeckt.

Stefan Sauer/dpa

Gibt es wieder neue Hoffnungen für den vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwal? Videobilder am Montagmorgen zeigen, dass der Wal aktiv ist und sich bewegt. Hintergrund der neuesten Entwicklungen sind die sich verändernden Umweltbedingungen.

Wal in der Ostsee: Der Livestream vom Montag, 20. April 2026

Gestrandeter Wal: Das ist die aktuelle Lage

Die Fortsetzung des bislang geplanten Versuchs zur Rettung des vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns gestrandeten Buckelwals ist am heutigen Montag völlig offen. Der Wal hat sich laut Wasserschutzpolizei Wismar über Nacht bewegt. Er soll sich aber weiterhin an der etwa gleichen Stelle. Auf Livebildern von der Ostsee war am Montagmorgen vom Wal kaum zu sehen. Grund dafür könnte allerdings ein stark gestiegener Wasserstand sein. Während Vertreter der privaten Rettungsinitiative vor Ort sich zuletzt auf sehr gutem Weg und im Zeitplan sahen - gleichwohl aber auch auf einen Plan B hinwiesen - äußerte sich einer der Geldgeber der Aktion pessimistisch.

Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag, der Wasserstand sei gestiegen, was ein Anbringen der Pontons und ein Begleiten des Wals wie geplant unmöglich mache. „Gestern hätten wir die richtige Wasserhöhe noch gehabt“, sagte er. „Heute haben wir plötzlich 70 Zentimeter mehr.“ Das sei eine ganz andere Situation.

Der Wal registriere vollumfänglich, dass er völlig frei sei. Daher sei die Frage, „ob sich dieser Wal noch geleiten lässt“. Das lang erdachte Konzept sei so nicht durchzusetzen. „Jetzt sind wir quasi irgendwo Stunde null.“ Erschwerend für die Rettungsaktion könnte auch auffrischender Wind sein, der erwartet wird.

Wal seit Anfang März an Ostseeküste unterwegs

Seit Anfang März war der Wal immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar, später in der Lübecker Bucht und an der Küste bei Steinbeck (Kreis Nordwestmecklenburg). Das Tier hatte sich Experten zufolge wiederholt in Netzen verfangen. Einsatzkräfte und Meeresschützer der Organisation Sea Shepherd hatten es von einem Teil des Materials befreit. Vor Poel hatte er sich zum dritten Mal festgesetzt.

Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Der geschwächte Wal liegt bereits seit 21 Tagen in der Wismarbucht vor der Insel Poel.