Wal in der Ostsee aktuell
: Livestream und Karte - Wo ist Buckelwal Timmy gerade?

Kann Wal Timmy tatsächlich gerettet werden? Aktuell befindet sich der Schiffsverband mit dem Tier noch in der Ostsee. Alle Infos dazu gibt es hier.
Von
Daniel Steiger
Fehmarn
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Weitere Entwicklung zum Buckelwal in der Ostsee: 28.04.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Fährdorf: Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist in dem für seinen Transport vorgesehenen Lastkahn angekommen. Das Tier bewegte sich durch eine zuvor ausgebaggerte Rinne in die sogenannte Barge, nachdem Helfer ihn zuvor mit Gurten in diese Richtung gezogen hatten. Der vor über drei Wochen bei Wismar gestrandete Buckelwal soll nun mit dem Schiff in die Nordsee gebracht werden. Eine private Initiative hatte seit Tagen versucht, den Wal zu retten. Foto: Stefan Sauer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Wal Timmy im Lastkahn. Wie geht die Rettung des Buckelwals weiter?

Stefan Sauer/dpa

Gelingt wirklich das Wunder um Wal Timmy? Der Schlepperverband der privaten Rettungsinitiative ist aktuell auf dem Weg in die Nordsee. Wo befinden sich die Retter mit dem Buckelwal derzeit? Und wie sind die weiteren Pläne?

Im Livestream und Karte - Wo ist Wal Timmy aktuell?

Der Schleppverband mit dem wochenlang an der Ostseeküste festsitzenden Buckelwal ist auf dem Weg Richtung Nordsee. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst VesselFinder befand sich der Verband am frühen Morgen circa 6 Seemeilen (rund 11 Kilometer) südöstlich von Fehmarn. Der Transport bewege sich mit „sehr langsamer Geschwindigkeit“ in Richtung der Insel, sagte ein Sprecher der begleitenden Wasserschutzpolizei.

Wie lange braucht Wal Timmy bis in die Nordsee?

Die Fahrt des Schiffskonvois wird mehrere Tage dauern. Nach Plänen einer privaten Rettungsinitiative soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann freigelassen werden.

Wie geht es dem Buckelwal aktuell?

Der genaue Zustand von Wal Timmy ist unklar. Experten hatten vor der Bergung Zweifel am Sinn des Unterfangens geäußert. „Der Allgemeinzustand des Wales hat sich weiter verschlechtert“, betonten Wissenschaftler. Um den Gesundheitszustand des Wals zu überwachen, sollten nach Angaben der privaten Initiative Veterinärmediziner das Tier auf dessen mehrtägiger Reise in Richtung Nordsee begleiten.

Offen ist nach Expertenansicht auch, ob der Wal den Transport überstehen wird und ob er in der Nordsee oder im Atlantik wieder in Freiheit leben kann. Wissenschaftler vermuten, dass er vor seiner Strandung immer wieder flaches Wasser aufgesucht hatte, weil er geschwächt war und sich ausruhen wollte.

Minister weint nach Bergung des Wals

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zeigte sich nach der geglückten Aktion erleichtert. „Mir fällt wirklich ein Stein vom Herzen“, sagte er im Hafen von Kirchdorf. „Ich war auch kurz davor, ins Wasser zu springen, um ihm noch auf den letzten Meter mitzuhelfen.“ Der Minister gestand, er habe auf dem Schiff, von wo er die Aktion beobachtete, geweint.

Nach der Aktion fielen sich die Helfer der privaten Rettungsinitiative im Hafen in die Arme, bei manchem rollte eine Träne der Erleichterung nach bangen Wochen voller Anspannung. Bei ihrer Ankunft im Hafen von Kirchdorf wurden sie von den Anwesenden teils mit Jubel und Klatschen empfangen. „Die Hoffnung haben wir nie aufgegeben“, sagte eine Schaulustige vor Ort.