Waldbrände außer Kontrolle: Tausende müssen in Südeuropa fliehen – Tote Feuerwehrleute

Bei Lege-Cap-Ferret im Südwesten Frankreichs breiten sich Flammen während einer kontrollierten Brandrodung im Waldgebiet Grand Crohot aus. Die Maßnahme diente am 29. Juli 2026 der Waldbrandvorsorge nach den jüngsten Bränden in der Region.
IMAGO/Mohamad Salaheldin Abdelghani Alsayed- Hitzewelle und Wind treiben neue Waldbrände in Frankreich, Spanien, Griechenland und der Türkei.
- Frankreich meldet etwa 40 aktive Feuer, tausende Evakuierungen – teils Rückkehr möglich.
- Spanien evakuiert im Parque Nacional Arribes del Duero zwölf Orte, Lage teils stabilisiert.
- Griechenland: Auf Kreta sterben zwei Feuerwehrleute, starke Winde erzwingen Evakuierungen.
- Türkei: Brände in Antalya und mehreren Provinzen, teils gelöscht, vorsorgliche Räumungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Von einer Hitzewelle und kräftigem Wind angefachte Brände greifen in Südeuropa um sich und treiben zahlreiche Menschen aus ihren Häusern. In Frankreich, Spanien, Griechenland und der Türkei flammten neue Brände auf, Tausende weitere Menschen wurden evakuiert. Allerdings konnten in Frankreich und Spanien dort, wo es gelungen war, die Flammen einzugrenzen, Evakuierte in ihre Häuser zurückkehren.
- FRANKREICH
In mehreren Regionen Frankreichs brachen erneut Waldbrände aus. Französische Medien sprachen am Abend von etwa 40 aktiven Feuern. Betroffen ist unter anderem im südfranzösischen Departement Var der Bereich der Kleinstadt Brignoles. Dort mussten 600 bis 700 Menschen evakuiert werden. Ein erneutes Feuer wurde auch aus dem Wald von Fontainebleau südlich von Paris gemeldet.
Ein größerer Brand brach im Burgund in Couchey in der Nähe der Großstadt Dijon aus. Wegen des gesundheitsgefährdenden Rauchs wurde die Bevölkerung aufgerufen, sich möglichst nicht draußen aufzuhalten und Türen und Fenster geschlossen zu halten. Am Morgen teilten die Behörden mit, dass bereits 125 Hektar Land verbrannt seien.
An der Atlantikküste bei Bordeaux, wo die bislang massivsten Brände der Saison in Frankreich auf einer Fläche von 42.000 Hektar gewütet hatten, konnte die Feuerwehr ein erneutes Ausbreiten des Brandes mit einem Großaufgebot verhindern. Die Präfektur äußerte die Hoffnung, „eine Rückkehr zur Normalität für die Einwohner und die Unternehmen, die ihrer Arbeit nachgehen müssen, ins Auge fassen zu können“. 224.000 Menschen waren in der Region evakuiert worden.
- SPANIEN
In Spanien ist nun in einem Nationalpark an der Grenze zu Portugal ein großes Feuer ausgebrochen. Wegen erheblichen Risiken für die Anwohner seien zwölf Ortschaften rund um die Gemeinde Fermoselle innerhalb des Parque Nacional Arribes del Duero evakuiert worden, teilte die Regionalregierung der Gemeinschaft Kastilien und León mit. Rund 950 Menschen wurden in der betroffenen Region im Nordwesten Spaniens laut Medienberichten in Sicherheit gebracht.
In einigen Gebieten Spaniens entspannt sich die Lage inzwischen langsam weiter. Die Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen werden nach und nach aufgehoben. Allerdings dürfen noch rund 9.500 Menschen, alle in der Autonomen Gemeinschaft Madrid, weiterhin nicht in ihre Häuser zurückkehren.

Ein Feuerwehrmann macht eine Pause, nachdem er bei den Waldbränden im Südwesten Frankreichs gegen die Flammen gekämpft hat.
Emma Da Silva/AP/dpa- GRIECHENLAND
Mehrere Waldbrände wüten derzeit in Griechenland, der schlimmste im Süden der Insel Kreta. Dort kamen zwei Feuerwehrleute bei Löscharbeiten ums Leben - sie hatten in ihrem Fahrzeug im dichten Rauch die Orientierung verloren. Der Wind wehte so stark, dass Löschhubschrauber und -flugzeuge wieder abdrehen und landen mussten.
Am Abend wurde zusätzlich zu mehreren Bergdörfern auch der bei Urlaubern beliebte Küstenort Agia Galini evakuiert - rund 6.000 Touristen seien betroffen, berichteten griechische Medien. Etwas weiter westlich im Küstenort Agios Pavlos wurden 29 Menschen von der Küstenwache über das Meer in Sicherheit gebracht.
Entwarnung gibt es nicht: Die starken Winde sollen in den kommenden Tagen in weiten Teilen Griechenlands anhalten. Das Bürgerschutzministerium warnt vor anhaltend hoher Waldbrandgefahr.
- TÜRKEI
Auch im südtürkischen Antalya bekämpft die Feuerwehr seit Dienstag mehrere Brände in der Touristenregion, von denen ein Großteil gelöscht werden konnte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Weil die Brände Wohngebiete erreichten, wurden vorsorglich einige Bewohner evakuiert. Der Gouverneur von Antalya, Hulusi Sahin, erklärte als Gründe für die Brände extreme Hitze, starke Winde und trockene Luft.
Außerdem wurden Brände in den Provinzen Balikesir, Kütahya, Canakkale und Yalova gemeldet, die im Westen der Türkei südlich von Istanbul liegen. Ein weiterer Brand in der Provinz Mugla im Südwesten der Türkei wird derzeit ebenfalls bekämpft.

Dichter Rauch ist während eines Waldbrandes am Rande einer Landstraße zu sehen. Im Naturpark Arribes del Duero in Fermoselle brach gegen 13 Uhr im Gebiet El Picón an den Hängen des Flusses Tormes ein Waldbrand der Stufe 2 aus.
Paloma V. Escarpa/EUROPA PRESS/dpa
