Warnstreiks im ÖPNV
: Streikt auch die Deutsche Bahn?

Millionen Pendler müssen sich am Donnerstag, 19. März, auf massive Ausfälle bei Bussen, Straßen- und U-Bahnen einstellen. Betrifft das auch die Bahn?
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Deutsche Bahn

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Daniel Vogl/dpa

Die Deutsche Bahn ist von den aktuellen Warnstreiks nicht betroffen. S-Bahnen, Fernzüge und Regionalverkehr der DB fahren regulär. Grund dafür ist eine bereits erzielte Einigung in den Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft GDL. Anders als im kommunalen Nahverkehr gibt es dort derzeit keinen Arbeitskampf.

Wo wird gestreikt?

Die Gewerkschaft Verdi hat im Zuge laufender Tarifverhandlungen zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind vor allem Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hamburg. Hintergrund ist, dass bislang keine Einigung mit den Arbeitgebern erzielt werden konnte.

In Nordrhein-Westfalen wird der Nahverkehr landesweit bestreikt. Busse und Straßenbahnen sollen laut Verdi von der ersten Frühschicht bis zur letzten Spätschicht weitgehend stillstehen.

Auch in Bayern kommt es in mehreren Städten zu Einschränkungen. Betroffen sind unter anderem München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Bamberg. In vielen Regionen ist mit kompletten Ausfällen zu rechnen.

In Hamburg beginnt der Streik am Donnerstag um 3 Uhr. Die Hochbahn rechnet damit, den Betrieb zunächst nicht aufnehmen zu können. Die Arbeitsniederlegung soll bis Freitagmorgen andauern.

Wo derzeit keine Streiks drohen

Nicht überall kommt es zu Arbeitsniederlegungen. In Niedersachsen gilt derzeit eine Friedenspflicht, weshalb dort keine Streiks stattfinden.

Auch in Baden-Württemberg – etwa in Stuttgart und Karlsruhe – wurde bereits eine Einigung erzielt. Gleiches gilt für Schleswig-Holstein.

In weiteren Bundesländern wie Hessen, Bremen, dem Saarland und Brandenburg wurden geplante Streiks zunächst ausgesetzt.

Warum wird gestreikt?

Verdi fordert für rund 100.000 Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr bessere Arbeitsbedingungen. Dazu zählen unter anderem:

  • kürzere Wochenarbeitszeiten
  • längere Ruhezeiten
  • höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit

In einigen Bundesländern wird zusätzlich über höhere Löhne verhandelt. Mit den Warnstreiks soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden.