Zecken in Berlin
: Gilt die Hauptstadt als FSME-Risikogebiet?

Im Frühling nimmt die Zeckenaktivität zu, was das Risiko einer FSME-Infektion in Deutschland erhöht. Doch zählt Berlin zu den Risikogebieten? Eine neue Karte zeigt die betroffenen Gebiete.
Von
Rose Abbas Mohammad
Berlin
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Wer sie braucht, wovor sie schützt: Fragen zur FSME–Impfung: ARCHIV - Gegen eine FSME-Erkrankung gibt es keine Therapie. Für bestimmte Gruppen kann es sinnvoll sein, sich mit einer Impfung zu schützen. (zu dpa: «Wer sie braucht, wovor sie schützt: Fragen zur FSME-Impfung») Foto: Stephan Jansen/dpa - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Die Zeckensaison 2025 beginnt und mit ihr steigt das Risiko für FSME-Infektionen in Berlin

Stephan Jansen/dpa
  • Berlin ist kein FSME-Risikogebiet, vereinzelt FSME-Fälle in den Bezirken.
  • Neue RKI-Karte zeigt aktuelle FSME-Risikogebiete in Deutschland.
  • Wenige FSME-Infektionen in Berlin in den letzten 10-15 Jahren.
  • FSME-Risikogebiete basieren auf mehr als erwarteten Fällen pro Jahr.
  • Ein Risikogebiet bleibt mindestens 20 Jahre lang eingestuft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit den steigenden Temperaturen zieht es zahlreiche Menschen ins Freie, sei es für Ausflüge in die Natur oder zum Entspannen im Park. Doch gerade in dieser Jahreszeit sind Zecken besonders aktiv, was das Risiko einer FSME-Infektion mit sich bringt. Wie hoch ist in Berlin das Risiko, durch einen Zeckenbiss an FSME zu erkranken?

Zecken: Fälle von FSME in Berlin

Am 27. Februar 2025 hat das RKI eine neue Karte mit den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland veröffentlicht. Laut den Ergebnissen des Robert Koch-Instituts (RKI) gilt Berlin, zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Schleswig-Holstein, als eines der Bundesländer, in denen zwar vereinzelt FSME-Erkrankungen gemeldet werden, dort aber kein Land- oder Stadtkreis als Risikogebiet eingestuft wurde.

Betroffene Stadtkreise in Berlin

In den letzten zehn bis 15 Jahren wurden in Berlin nur wenige FSME-Infektionen nachgewiesen. Die bekannten Fälle traten in folgenden Stadtkreisen auf:

  • Berlin-Lichtenberg (2 Fälle, 2017 und 2024)
  • Berlin-Spandau (1 Fall, 2021)
  • Berlin-Steglitz-Zehlendorf (1 Fall, 2013)
  • Berlin-Treptow-Köpenick (1 Fall, 2021)

Diese Zahlen zeigen, dass FSME-Infektionen in Berlin zwar selten sind, aber vereinzelt vorkommen.

Wann wird ein Gebiet zum Risikogebiet?

FSME-Risikogebiete sind Regionen, in denen das Risiko einer Ansteckung mit dem FSME-Virus erhöht ist. Die Einstufung dieser Gebiete basiert auf den FSME-Fällen, die gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) an das RKI gemeldet wurden.

Das RKI nutzt dabei eine statistische Methode, um zu prüfen, ob in einem Landkreis oder einer Kreisregion (bestehend aus dem Kreis plus angrenzenden Kreisen) tatsächlich oder nur zufällig mehr FSME-Fälle aufgetreten sind. Ein Landkreis wird demnach als FSME-Risikogebiet eingestuft, wenn über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr FSME-Fälle gemeldet werden, als man aufgrund einer Inzidenz von 1 Fall pro 100.000 Einwohner pro Jahr erwartet. Dabei werden auch die angrenzenden Landkreise berücksichtigt. Ein Risikogebiet behält seinen Status mindestens 20 Jahre lang, da es in den letzten 20 - 30 Jahren keine Anzeichen dafür gegeben hat, dass FSME-Naturherden in den bestehenden Risikogebieten zurückgehen würden.