Zecken
: Neues Risikogebiet für FSME in Niedersachsen

Die steigende Zeckenaktivität im Frühling bringt in Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine FSME-Infektion. Wo ist die Ansteckungsgefahr in Niedersachsen am höchsten?
Von
Rose Abbas Mohammad
Hannover
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Ein Warnschild vor Zecken hängt an einem Baum in einem Wald. Durch den milden Winter sind Zecken bereits jetzt auch in Thüringens Wäldern aktiv. (zu dpa: „Milder Jahresbeginn lässt Zecken bereits aktiv werden»)

Die Zeckensaison 2025 beginnt und mit ihr steigt das Risiko für FSME-Infektionen in Niedersachsen

Patrick Pleul/dpa
  • Zeckensaison 2025: Höheres FSME-Risiko in Niedersachsen.
  • 2024: 7 FSME-Fälle in Niedersachsen, 266 in Bayern.
  • Hannover und Celle sind neue FSME-Risikogebiete.
  • FSME-Risikogebiete basieren auf RKI-Daten und IfSG-Meldungen.
  • FSME-Gebiete behalten ihren Status mindestens 20 Jahre.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit den steigenden Temperaturen zieht es zahlreiche Menschen ins Freie, sei es für Ausflüge in die Natur oder zum Entspannen im Park. Doch gerade in dieser Jahreszeit sind Zecken besonders aktiv, was das Risiko einer FSME-Infektion mit sich bringt. Wie hoch ist in Niedersachsen das Risiko, durch einen Zeckenbiss an FSME zu erkranken?

Zecken: Fälle von FSME in Niedersachsen

Im Jahr 2024 wurden laut dem Robert Koch-Institut (RKI) in Niedersachsen sieben FSME-Fälle registriert. Im Vergleich zu Bayern, das mit 266 Fällen die meisten Infektionen hat, treten in Niedersachsen vergleichsweise, wenige Infektionen auf. Die Erkrankungen treten hauptsächlich in den Monaten von Mai bis Oktober auf, mit einem deutlichen Anstieg in den Sommermonaten.

Am 27. Februar 2025 hat das RKI eine neue Karte mit den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland veröffentlicht. Das Ergebnis für Niedersachsen: Die Region gehört weiterhin zu den Risikogebieten, was durch die Ausweisung von 2 Kreise als FSME-Risikogebiete bestätigt wird. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr nicht konstant, da ein zusätzlicher Kreis hinzugekommen ist: Celle.

Betroffene Landkreise in Niedersachsen

FSME-Risikogebiete sind Regionen, in denen das Risiko einer Ansteckung mit dem FSME-Virus erhöht ist. Die Einstufung dieser Gebiete basiert auf den FSME-Fällen, die gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) an das RKI gemeldet wurden.

Das RKI nutzt dabei eine statistische Methode, um zu prüfen, ob in einem Landkreis oder einer Kreisregion (bestehend aus dem Kreis plus angrenzenden Kreisen) tatsächlich oder nur zufällig mehr FSME-Fälle aufgetreten sind. Ein Landkreis wird demnach als FSME-Risikogebiet eingestuft, wenn über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr FSME-Fälle gemeldet werden, als man aufgrund einer Inzidenz von 1 Fall pro 100.000 Einwohner pro Jahr erwartet. Dabei werden auch die angrenzenden Landkreise berücksichtigt. Ein Risikogebiet behält seinen Status mindestens 20 Jahre lang, da es in den letzten 20 - 30 Jahren keine Anzeichen dafür gegeben hat, dass FSME-Naturherden in den bestehenden Risikogebieten zurückgehen würden.

  • LK Emsland
  • LK Celle