Zecken in Sachsen-Anhalt
: Aktuelle Risikogebiete für FSME

Die steigende Zeckenaktivität im Frühling bringt in Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine FSME-Infektion. Wo ist das Ansteckungsgefahr in Sachsen-Anhalt am höchsten?
Von
Rose Abbas Mohammad
Magdeburg
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Eine Mitarbeiterin der Parasitologie der Universität Hohenheim zeigt in einem Labor eine Buntzecke (Dermacentor reticulatus). In einer Online–Pk zum Süddeutschen Zeckenkongress erläutern Expertinnen und Experten den aktuellen Stand der Forschung. Infolge des anhaltend milden Wetters sind die Zecken hierzulande gut durch den Winter gekommen und schon sehr aktiv. (zu dpa: „Zecken–Experten warnen: Ganz Deutschland ist FSME–Verbreitungsgebiet»)

Die Zeckensaison 2025 beginnt und mit ihr steigt das Risiko für FSME-Infektionen in Sachsen-Anhalt

Marijan Murat/dpa
  • Zeckensaison 2025 in Sachsen-Anhalt beginnt, FSME-Risiko steigt.
  • 2024 wurden 3 FSME-Fälle in Sachsen-Anhalt gemeldet, weniger als in Bayern mit 266 Fällen.
  • Mai bis Oktober sind Hauptmonate für FSME-Infektionen.
  • RKI stuft zwei Kreise in Sachsen-Anhalt als FSME-Risikogebiete ein.
  • LK Anhalt-Bitterfeld und SK Dessau-Roßlau bleiben Risikogebiete.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die warme Jahreszeit lockt nicht nur Menschen in die Natur, sondern auch Zecken an, die FSME übertragen können. Doch in verschiedenen Regionen Deutschlands variiert die Gefahr für Zeckenbisse und deren Übertragungen. Wie hoch ist in Sachsen-Anhalt das Risiko, durch einen Zeckenbiss an FSME zu erkranken?

Zecken: Fälle von FSME in Sachsen-Anhalt

Im Jahr 2024 wurden laut dem Robert Koch-Institut (RKI) in Sachsen-Anhalt drei FSME-Fälle registriert. Im Vergleich zu Bayern, das mit 266 Fällen die meisten Infektionen hat, treten in Sachsen-Anhalt vergleichsweise, wenige Infektionen auf. Die Erkrankungen treten hauptsächlich in den Monaten von Mai bis Oktober auf, mit einem deutlichen Anstieg in den Sommermonaten.

Am 27. Februar 2025 hat das RKI eine neue Karte mit den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland veröffentlicht. Das Ergebnis für Sachsen-Anhalt: Teile der Region gehören weiterhin zu den Risikogebieten, was durch die Ausweisung von 2 Kreisen als FSME-Risikogebiete bestätigt wird. Diese Zahl bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Betroffene Land- und Stadtkreise in Sachsen-Anhalt

FSME-Risikogebiete sind Regionen, in denen das Risiko einer Ansteckung mit dem FSME-Virus erhöht ist. Die Einstufung dieser Gebiete basiert auf den FSME-Fällen, die gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) an das RKI gemeldet wurden.

Das RKI nutzt dabei eine statistische Methode, um zu prüfen, ob in einem Landkreis oder einer Kreisregion (bestehend aus dem Kreis plus angrenzenden Kreisen) tatsächlich oder nur zufällig mehr FSME-Fälle aufgetreten sind. Ein Landkreis wird demnach als FSME-Risikogebiet eingestuft, wenn über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr FSME-Fälle gemeldet werden, als man aufgrund einer Inzidenz von 1 Fall pro 100.000 Einwohner pro Jahr erwartet. Dabei werden auch die angrenzenden Landkreise berücksichtigt. Ein Risikogebiet behält seinen Status mindestens 20 Jahre lang, da es in den letzten 20 - 30 Jahren keine Anzeichen dafür gegeben hat, dass FSME-Naturherden in den bestehenden Risikogebieten zurückgehen würden.

  • LK Anhalt-Bitterfeld
  • SK Dessau-Roßlau