Zecken in Schleswig-Holstein
: Gilt Schleswig-Holstein als FSME-Risikogebiet?

Im Frühling nimmt die Zeckenaktivität zu, was das Risiko einer FSME-Infektion in Deutschland erhöht. Doch zählt Schleswig-Holstein zu den Risikogebieten?
Von
Rose Abbas Mohammad
Kiel
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Weiteres FSME-Rekordjahr: RKI meldet 2024 zweithöchsten Stand von FSME-Fällen

Die Zeckensaison 2025 beginnt und mit ihr steigt das Risiko für FSME-Infektionen in Schleswig-Holstein

Pfizer Pharma GmbH/obs/dpa
  • Schleswig-Holstein gilt nicht als FSME-Risikogebiet.
  • RKI: Vereinzelt FSME-Fälle in Herzogtum-Lauenburg, Pinneberg, Segeberg, Stormarn.
  • FSME-Risikogebiete haben mehr als 1 Fall/100.000 Einwohner/Jahr über 5 Jahre.
  • Zeckensaison 2025 hat begonnen; FSME-Risiko steigt.
  • FSME-Risikogebiet-Status bleibt für mindestens 20 Jahre.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit den steigenden Temperaturen zieht es zahlreiche Menschen ins Freie, sei es für Ausflüge in die Natur oder zum Entspannen im Park. Doch gerade in dieser Jahreszeit sind Zecken besonders aktiv, was das Risiko einer FSME-Infektion mit sich bringt. Wie hoch ist in Schleswig-Holstein das Risiko, durch einen Zeckenbiss an FSME zu erkranken?

Zecken: Fälle von FSME in Schleswig-Holstein

Am 27. Februar 2025 hat das Robert Koch-Instituts (RKI) eine neue Karte mit den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland veröffentlicht. Das Ergebnis für Schleswig-Holstein: Die Region gilt, zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, als eines der Bundesländer, in denen zwar vereinzelt FSME-Erkrankungen gemeldet werden, dort aber kein Land- oder Stadtkreis als Risikogebiet eingestuft wurde.

Betroffene Landkreise in Schleswig-Holstein

In den letzten zehn bis 16 Jahren wurden in Schleswig-Holstein nur wenige FSME-Infektionen nachgewiesen. Die bekannten Fälle traten in folgenden Landkreisen auf:

  • Landkreis Herzogtum-Lauenburg (1 Fall, 2010)
  • Landkreis Pinneberg (1 Fall, 2017)
  • Landkreis Segeberg (1 Fall, 2010)
  • Landkreis Stormarn (1 Fall, 2009)

Diese Zahlen zeigen, dass FSME-Infektionen in Schleswig-Holstein zwar selten sind, aber vereinzelt vorkommen.

Wann wird ein Gebiet zum Risikogebiet?

FSME-Risikogebiete sind Regionen, in denen das Risiko einer Ansteckung mit dem FSME-Virus erhöht ist. Die Einstufung dieser Gebiete basiert auf den FSME-Fällen, die gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) an das RKI gemeldet wurden.

Das RKI nutzt dabei eine statistische Methode, um zu prüfen, ob in einem Landkreis oder einer Kreisregion (bestehend aus dem Kreis plus angrenzenden Kreisen) tatsächlich oder nur zufällig mehr FSME-Fälle aufgetreten sind. Ein Landkreis wird demnach als FSME-Risikogebiet eingestuft, wenn über einen Zeitraum von fünf Jahren mehr FSME-Fälle gemeldet werden, als man aufgrund einer Inzidenz von 1 Fall pro 100.000 Einwohner pro Jahr erwartet. Dabei werden auch die angrenzenden Landkreise berücksichtigt. Ein Risikogebiet behält seinen Status mindestens 20 Jahre lang, da es in den letzten 20 - 30 Jahren keine Anzeichen dafür gegeben hat, dass FSME-Naturherden in den bestehenden Risikogebieten zurückgehen würden.