Zugefrorene Ostsee 2026
: Die 5 schönsten Spots für magische Wintermomente

Eiswinter 2026 an der Ostsee: Diese fünf Orte von Rügen bis Usedom bieten spektakuläre Ausblicke auf zugefrorene Bodden und vereiste Küsten.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Sassnitz
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Mit einem dicken Eispanzer ist der Leuchtturm auf der Molenspitze am Hafen Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen überzogen. (zu dpa: «Winterwetter könnte mehr Touristen nach MV locken») +++ dpa-Bildfunk +++

Mit einem dicken Eispanzer ist der Leuchtturm auf der Molenspitze am Hafen Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen überzogen.

Jens Büttner/dpa

Wenn arktische Luft nach Norddeutschland strömt und die Temperaturen über Wochen unter dem Gefrierpunkt bleiben, verwandelt sich die Ostsee in eine glitzernde Eislandschaft. Besonders in geschützten Boddengewässern und Haffregionen entstehen dann geschlossene Eisdecken, bizarre Eisformationen und stille, fast surreale Küstenpanoramen. Der Winter sorgt im Januar und Februar 2026 regional für eindrucksvolle Motive.

Zugefrorene Ostsee 2026: Wo der Winter das Meer verzaubert

Diese fünf Orte gelten als besonders spektakulär, um die zugefrorene Ostsee zu erleben.

Greifswalder Bodden: Weite Eisflächen unter offenem Himmel

Der Greifswalder Bodden zählt in kalten Wintern zu den zuverlässigsten Regionen für geschlossene Eisdecken. Durch seine geringe Wassertiefe friert das Gewässer schneller zu als die offene See. Von den Uferbereichen bei Greifswald oder Ludwigsburg eröffnet sich ein weiter Blick über eine oft spiegelglatte Eisfläche. Besonders bei tief stehender Sonne entstehen hier eindrucksvolle Lichtstimmungen.

Palmer Ort auf Rügen: Eisaufwürfe am Südzipfel

Am südlichen Ende der Insel Rügen liegt Palmer Ort, eine schmale Landzunge zwischen Greifswalder Bodden und Ostsee. Bei starkem Frost und auflandigem Wind schieben sich hier Eisplatten übereinander und bilden eindrucksvolle Formationen am Strand. Die Kombination aus Boddeneis und offener Küstenlinie macht diesen Ort besonders fotogen.

An der Ostseeküste nahe Garz am Greifswalder Bodden Palmer Ort, Insel Rügen türmen sich Eisschollen zu meterhohen Bergen auf. Anhaltender Frost und starker Wind lassen an einigen Küstenabschnitten die bizarren Eisberge entstehen. +++ dpa-Bildfunk +++

An der Ostseeküste nahe Garz am Greifswalder Bodden Palmer Ort, Insel Rügen türmen sich Eisschollen zu meterhohen Bergen auf. Anhaltender Frost und starker Wind lassen an einigen Küstenabschnitten die bizarren Eisberge entstehen.

picture alliance/dpa

Prerow auf dem Darß: Die Seebrücke im Eis

Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bietet Prerow eine seltene Perspektive. Wenn die Boddengewässer und küstennahen Bereiche zufrieren, scheint die Seebrücke über eine weiße Fläche zu führen. Die Weite des Strandes verstärkt den Eindruck von arktischer Landschaft. Besonders morgens und zum Sonnenuntergang entstehen hier eindrucksvolle Kontraste zwischen Himmel, Eis und Ostsee.

Sassnitz auf Rügen: Vereiste Molen im Hafen

Im Hafen von Sassnitz an der Ostküste von Rügen entstehen bei Dauerfrost markante Eisablagerungen an Molen und Geländern. Spritzwasser gefriert und formt bizarre Strukturen. Während die offene See häufig eisfrei bleibt, zeigen sich in geschützten Hafenbereichen beeindruckende Winterbilder.

Stettiner Haff bei Usedom: Gefrorene Weite im Grenzgebiet

Das Stettiner Haff südlich der Insel Usedom ist eines der größten inneren Küstengewässer der Ostsee. Aufgrund der geringen Tiefe bildet sich hier regelmäßig eine geschlossene Eisdecke. Spaziergänge entlang der Uferpromenaden bieten einen weiten Blick über die gefrorene Wasserfläche, die bei Sonnenschein silbrig schimmert.

Quellen: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Eislageberichte 2026