Bündnis Sahra Wagenknecht in MV: Arzt von Insel Usedom will für BSW ins EU-Parlament

Die Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist auch in MV im Aufbau. Der Zwickauer Neurochirurg Jan-Peter Warnke hat jetzt seinen Hauptwohnsitz auf der Insel Usedom und will für BSW EU-Parlament.
Kay Nietfeld/dpaDas Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) will den auf Usedom lebenden Mediziner Jan-Peter Warnke ins EU-Parlament schicken. Der 65-jährige Neurochirurg soll auf Listenplatz 5 bei der am 9. Juni anstehenden EU-Wahl für die neue Partei antreten. Die Politik der vergangenen Jahre in Deutschland habe bestehende Probleme verschlimmert und neue aufgeworfen, sagte Warnke bei einer Online-Vorstellung am Montag (5. Februar).
Warnke war nach eigener Aussage lange Zeit Direktor einer Klinik in Sachsen (Zwickau) und hatte zunächst zwölf Jahre lang einen Zweitwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern. Vergangenes Jahr 2023 habe er nun seinen Hauptwohnsitz in den Nordosten gelegt.
Dass Krankenhäuser in privater Hand dazu verdammt seien, Renditen zu generieren, sei mit ärztlicher Ethik nicht zu vereinbaren, kritisierte Warnke. Das BSW stehe für eine Rücknahme von Privatisierungen öffentlicher Einrichtungen, die der Daseinsfürsorge gelten.
Zudem sei es nicht erklärbar, dass in einem Land wie MV mit derart viel Windkraft Energie so teuer sei und Menschen hier höhere Netzentgelte als anderswo zahlen müssten. Außerdem verwies Warnke auf Probleme im Bildungssektor. Mit Blick auf die EU kritisierte er eine „überbordende Regulierungswut in Brüssel“.
Auch im Land Brandenburg baut das Bündnis Sahra Wagenknecht Strukturen auf.
