Coronavirus
: Schutz für Verkäufer in Corona-Zeiten nicht ausreichend

Die bisherigen Maßnahmen für im Einzelhandel arbeitende Menschen sind laut Danny Albrecht, DGB-Vorsitzender im Kreis Dahme-Spreewald, nicht ausreichend.
Von
Mathias Hausding
Potsdam
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Die bisherigen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus sind für im Einzelhandel arbeitende Menschen laut Danny Albrecht, DGB-Vorsitzender im Kreis Dahme-Spreewald, nicht ausreichend. (Symbolfoto)

Armin Weigel/dpa

„In vielen Berufsgruppen werden für die Beschäftigten Schutzmaßnahmen ergriffen und umgesetzt. Das ist wichtig und auch richtig so“, betont Danny Albrecht, DGB-Vorsitzender im Kreis Dahme-Spreewald, in einer Erklärung auf Facebook. Die bisherigen Maßnahmen für im Einzelhandel arbeitende Menschen seien jedoch nicht ausreichend. Im Wildauer A10-Center etwa seien tausende Menschen unterwegs. „Es kann nicht sein, dass Verkäuferinnen und Verkäufer dem schutzlos ausgeliefert sind“, mahnt Albrecht. Veranstaltungen würden auf 100 Personen begrenzt. „Wenn, dann bitte gleichberechtigte Maßnahmen für alle“, fordert der Gewerkschafter. „Am Ende muss man auch darüber nachdenken, ob wirklich alle Läden geöffnet sein müssen.“ Der Lebensmitteleinzelhandel müsse freilich in Krisenzeiten aufrecht erhalten werden, um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Beschäftigten müssten jedoch stärker geschützt werden. „In Krisenzeiten von Corona leisten Verkäuferinnen und Verkäufer einen wichtigen Dienst wie auch Feuerwehrleute, Ärzte oder andere. Die körperliche und psychische Belastung habe durch die Panik- und Hamsterkäufe bereits dramatisch zugenommen, gibt Albrecht zu bedenken.