Ilhan Omar
: Durchsuchung bei Trump-Gegnerin

Bundespolizisten durchsuchen das Zuhause einer Abgeordneten. Die sieht darin den Versuch einer politischen Einschüchterung.
Von
Christian Gottschalk
Stuttgart
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Democratic Rep. Ilhan Omar's D.C. Home Searched By Federal Agents Early Monday Morning: WASHINGTON, DC - OCTOBER 12: Homeland Security Investigations police search the home of Rep. Ilhan Omar (D-MN) on October 12, 2026 in Washington, DC. According to reports, the search is part of an ongoing criminal investigation.   Andrew Leyden/Getty Images/AFP (Photo by Andrew Leyden / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Bundesbeamte durchsuchen das Haus der Abgeordneten  Ilhan Omar.

ANDREW LEYDEN/afp
  • Bundesbeamte durchsuchten das Zuhause der Abgeordneten Ilhan Omar im Großraum Washington.
  • Omar spricht von „politischer Einschüchterung“ und sieht Gegner von Donald Trump betroffen.
  • Führende Demokraten nannten die Razzia beunruhigend – sie stellten Fragen zur Instrumentalisierung.
  • Das Justizministerium bestätigte einen gerichtlich genehmigten Durchsuchungsbefehl als Teil von Ermittlungen.
  • Unklar bleibt, ob der Beschluss direkt mit Omar zusammenhing und worum es in den Ermittlungen geht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Verhältnis zwischen Ilhan Omar und Donald Trump ist von einer tiefen politischen und persönlichen Abneigung geprägt. Die Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus gehört zum linken Flügel der Demokratischen Partei. Der Republikaner Trump vertritt eine nationalkonservative Politik. Doch ihre Auseinandersetzungen gehen über normale parteipolitische Meinungsverschiedenheiten hinaus: Trump hat Omar wiederholt persönlich angegriffen, während Omar den Präsidenten scharf für seine Politik und Rhetorik kritisiert. Nun haben Bundesbeamte das Zuhause der Abgeordneten im Großraum Washington durchsucht.

Omar sieht „politische Einschüchterung“

Führende Demokraten im Repräsentantenhaus, darunter Minderheitsführer Hakeem Jeffries, nannten die Razzia beunruhigend. Die Aktion werfe ernsthafte Fragen auf „hinsichtlich der anhaltenden korrupten Instrumentalisierung der Bundesregierung gegen (US-Präsident) Donald Trumps Gegner“. Omar selbst sprach von „politischer Einschüchterung“.

Ein Sprecher des Justizministeriums sagte mehreren US-Medien, dass Beamte einer Abteilung des Heimatschutzministeriums einen vom Justizministerium erwirkten, gerichtlich genehmigten Durchsuchungsbefehl vollstreckt hätten. Die Maßnahme sei Teil einer laufenden strafrechtlichen Untersuchung auf Bundesebene. Aus dem Statement ging NBC News zufolge allerdings nicht hervor, dass der Durchsuchungsbefehl in Verbindung mit Omar stand. Auch über die Art der Ermittlungen seien keine weiteren Angaben gemacht worden.

Regelmäßig Ziel von Angriffen

Seit ihrer Wahl ist Ilhan Omar regelmäßig Ziel von Trumps Angriffen. Der Präsident forderte wiederholt, sie solle ins Gefängnis oder „noch schlimmer“ bestraft und nach Somalia abgeschoben werden. Somalische Einwanderer bezeichnete er gleichzeitig als „Müll“. Schon 2019 sagte Trump mehrfach, Omar solle dorthin zurückgehen, „wo sie herkommt“. Zudem verbreitete er Falschbehauptungen – etwa, sie habe ihren Bruder geheiratet, um die Staatsbürgerschaft zu erhalten, oder sie habe al-Qaida gelobt.

Omar ist seit Januar 2019 Mitglied des US-Repräsentantenhauses und vertritt den 5. Wahlbezirk von Minnesota. Geboren wurde sie in Somalia. Mit acht Jahren floh sie mit ihrer Familie vor dem Bürgerkrieg zunächst nach Kenia, später in die USA. Mit 17 erhielt sie die US‑Staatsbürgerschaft. Omar ist die erste US-Kongressabgeordnete somalischer Herkunft und – gemeinsam mit Rashida Tlaib – eine der ersten Musliminnen im Kongress.