Israel-Wahl: 50 Prozent ausgezählt – plötzlich führt Netanjahu

Kann Netanyahu weiter regieren?
JACK GUEZ/afp- Nach 50 Prozent Auszählung liegt Netanjahus Block vorn, verfehlt aber die Mehrheit.
- Netanjahus Lager hat 57 von 120 Sitzen – 10 mehr als das Lager von Gadi Eisenkot.
- Likud wird stärkste Kraft mit 28 Sitzen, Eisenkots Mitte-Partei Jaschar kommt auf 21.
- Regierungsbildung gilt als schwierig, arabische Parteien stehen zusammen bei 16 Sitzen.
- Netanjahu fordert eine rechte Regierung ohne arabische Parteien – Prognosen hatten erst anders gelegen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Nach Auszählung von 50 Prozent der Stimmen bei der Parlamentswahl in Israel hat der rechtsreligiöse Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Medien zufolge seinen Vorsprung ausgebaut. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Wahlkommission.Eine klare Mehrheit erreicht es aber weiterhin nicht.
Laut israelischen Medienberichten kommt Netanjahus Lager nach gegenwärtigem Stand auf 55 bis 57 der 120 Sitze in der Knesset und liegt damit einige Sitze vor dem gegnerischen Lager von Ex-Militärchef Gadi Eisenkot (maximal 50 Sitze). Netanjahus Likud-Partei wurde den Angaben zufolge stärkste Kraft mit bis zu 28 Parlamentssitzen. Dahinter liegt die Mitte-Partei Jaschar von Eisenkot, die demnach auf 21 Sitze kommt. Arabische Parteien könnten auf rund 15 Mandate kommen. Die Regierungsbildung dürfte schwierig werden.
Die arabischen Parteien kommen nach gegenwärtigem Stand auf zusammen 16 Sitze. Eisenkot wäre für die Bildung einer Regierung auf die Unterstützung arabischer Parteien angewiesen, was aber mehrere Parteien der Opposition bislang ablehnten. Netanjahu rief derweil zur Bildung einer starken rechtsgerichteten Regierung ohne Beteiligung der arabischen Parteien auf.
Netanjahu-Koalition führt
Nach Schließung der Wahllokale hatten alle drei großen Fernsehsender in Israel zunächst prognostiziert, dass das Oppositionslager vor Netanjahus Koalitionsblock liegen würde. Wenige Stunden später wandelte sich das Bild jedoch - und Netanjahus Lager machte im Verlauf der Nacht Boden gut. Seine Koalition, die sich zuletzt auf rechtsextreme und strengreligiöse Parteien stützte, hatte bei der letzten Wahl Ende 2022 noch 64 Sitze erhalten.
Frühere Wahlen haben gezeigt, dass sich das Bild bis zur Auszählung aller Stimmen noch verschieben kann.