Katholische Kirche in New York
: Missbrauchsopfer bekommen 800 Millionen Dollar Entschädigung

Dies ist eine der höchsten Entschädigungszahlungen in der katholischen Kirche wegen Missbrauchsvorwürfen. In Manhattan werden nun Immobilien verkauft.
Von
Christian Gottschalk
Stuttgart/New York
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Catholics Hold Way Of Cross Processions In New York On Good Friday: NEW YORK, NEW YORK - APRIL 03: Worshippers walk to a station during the Way of the Cross procession over the Brooklyn Bridge on April 03, 2026 in New York City. The Way of the Cross is a traditional Catholic procession recalling the suffering and death of Jesus Christ and often includes Gospel readings, choral music, and readings at stations along the way. This anniversary procession across the iconic bridge has been a tradition for decades.   Spencer Platt/Getty Images/AFP (Photo by SPENCER PLATT / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Katholische Christen in New York haben in der Vergangenheit viel Leid erfahren.

SPENCER PLATT/AFP
  • Erzbistum New York zahlt 800 Mio. Dollar an rund 1.300 Missbrauchsopfer.
  • Einigung steht laut NPR kurz vor der Unterzeichnung – alle Kläger stimmten zu.
  • Erzbischof Hicks spricht von Heilung und Versöhnung, Mission der Kirche soll gestärkt werden.
  • In Manhattan sollen Immobilien verkauft werden, zuvor waren Mitarbeiter entlassen worden.
  • Vergleich: Los Angeles sagte 2024 880 Mio. US‑Dollar zu; in den USA summieren sich Zahlungen auf über 4 Mrd. US‑Dollar.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Das Erzbistum New York hat sich bereit erklärt, 800 Millionen Dollar zu zahlen, um die Ansprüche von rund 1.300 Personen beizulegen, die gegen die Kirche erhoben wurden. Die Vorwürfe lauteten, von Geistlichen und Laienmitarbeitern sexuell missbraucht worden zu sein. Jeff Anderson, ein Anwalt, dessen Kanzlei mehr als 250 der Kläger vertritt, sagte, die Einigung sei vorbehaltlich der Unterzeichnung der Unterlagen endgültig, und alle Kläger hätten der Einigung zugestimmt.

Erzbischof spricht von „Heilung und Versöhnung“

New Yorks Erzbischof Ronald Hicks sagte nach Angaben der Rundfunkgemeinschaft National Public Radio (NPR), dass eine Einigung zwischen den Klägern, den Anwälten und der Kirche erzielt worden sei. Diese müsse noch abschließend unterzeichnet werden. „Wir stehen kurz davor, so Gott will, allen Opfern und Überlebenden ein Stück Heilung und Versöhnung bringen zu können“, schrieb Hicks in einer E‑Mail. „Diese Vereinbarung wird es dem Erzbistum außerdem ermöglichen, sich wieder voll und ganz seiner Mission zu widmen: der Verkündigung des Evangeliums, der Heilung der Kranken, der Sorge um die Armen und Bedürftigen, der Aufnahme von Fremden und der Erziehung unserer Kinder.“

Saint Patrick’s Day Parade in New York City: March 17, 2026, New York, New York, USA: Archbishop of New York, RONALD HICKS participates in the St. Patrick s Day Parade. Each year, along Fifth Avenue in Manhattan, the St. Patrick's Day Parade in NYC is one of the largest St. Patrick's Day parades in the world. (Credit Image: Matthew Hoen/ZUMA Press Wire)

Erzbischof Ronald Hicks beim Saint Patrick’s Day in New York.

ZUMA/Zuma Press/actionpress

Dies ist eine der höchsten Entschädigungszahlungen in der katholischen Kirche im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen. Im Jahr 2024 stimmte das Erzbistum Los Angeles einer Zahlung von 880 Millionen US-Dollar an Opfer von sexuellem Missbrauch durch seine Geistlichen zu.

Im Dezember 2025 hatte das Erzbistum New York einer Mediation zur Beilegung der 1.300 Fälle von sexuellem Missbrauch zugestimmt und erklärt, es habe Mitarbeiter entlassen und plane, einige seiner Immobilien in Manhattan zu verkaufen, um 300 Millionen Dollar für die Entschädigung der Überlebenden aufzubringen.

Eine verlässliche, exakte Gesamtsumme für weltweite Entschädigungszahlungen der katholischen Kirche gibt es nicht. Experten schätzen jedoch, dass die römisch-katholische Kirche global bereits mehrere Milliarden Euro an Opfer ausgezahlt hat. Die US-amerikanische Kirche hat die mit Abstand höchsten Summen gezahlt. Aufgrund des US-Zivilrechtsystems und drohender Mammut-Klagen summierten sich die Entschädigungen, Therapiekosten und Anwaltsgebühren dort bereits auf mehr als vier Milliarden US-Dollar.

Hohe Summen auch in anderen Ländern

Auch in Kanada ist die Milliarden-Schwelle bereits überschritten. Insbesondere durch die Entschädigung von indigenen Kindern, die in kirchlich geführten Internaten misshandelt wurden, sind umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt worden. Die katholische Kirche in Deutschland hat aus diesem Grund bis Ende vergangenen Jahres sogenannte Anerkennungsleistungen in Höhe von 93.231.300 Euro bewilligt.