Kommentar
: Vor der Explosion

Die gezielte Tötung des iranischen Top-Generals Soleimani durch eine US-Drohne bringt den US-Iran-Konflikt an den Rand des Krieges.
Von
Günther Marx
Berlin
Jetzt in der App anhören

Autor Günther Marx

Gerd Markert

Nun hat er, das Bild seines mutmaßlichen demokratischen Herausforderers Joe Biden ist völlig zutreffend, mit der gezielten Tötung des iranischen Top-Generals Soleimani, eine Dynamitstange in ein Pulverfass geworfen. Das iranische Regime, das an der Zuspitzung der Lage nicht unschuldig ist, wird nun seinerseits an der Eskalationsschraube drehen.

Es ist der vorläufige Klimax einer Entwicklung, die mit der Kündigung des Iran-Atomabkommens durch Donald Trump begann. Das Abkommen bot einen Ansatz, den Iran in die Staatengemeinschaft zurückzuholen. Seit der Kündigung, verbunden mit Wirtschaftssanktionen, geht die Spannungskurve nur nach oben. Teheran wird nicht in gleicher Weise auf den US-Schlag reagieren können. Sein Potenzial aber ist groß genug, um Nadelstiche zu setzen. Man muss mit noch Schlimmerem rechnen.